Als Backpacker reisen in Madagaskar?

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1 Antwort

Man kann. Allerdings natürlich eher auf dem flachen Land als gerade im Slum von Antananarivo. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, mich in den entlegenen Ansiedlungen direkt im Dorf (z.B. beim Dorfältesten) zu erkundigen und dort nicht einfach wild zu campen. Meine Erfahrungen waren sehr positiv. Mal war ich im Garten einer Familie (kleine Geschenke bis hin zu Luftballons oder Malstiften für die Kinder erhalten die Freundschaft) untergebracht, mal im Vorgarten eines Restaurants, das mich dafür aufs köstlichste verpflegte und mit der madegassischen Küche vertraut machte. Auf den Touristeninseln (wie Nosy Be oder St. Marie) sind Backpacker dem gegenüber nicht gerne gesehen. Da würde ich in jedem Falle ein Arrangement gegen Bezahlung treffen.

Im übrigen sind Strassen und Wege auf Madagaskar MISERABEL. Für größere Distanzen kommt eigentlich nur das Flugzeug in Betracht. Das sollte man einplanen. Das Wandern, sofern Du das planst, ist in den Steppen und Regenwaldgebieten natürlich beschwerlich. Die entlegensten Gebiete habe ich nur durch das Verfolgen von Flußläufen erreicht.

Dessen ungeachtet hat sich dieSicherheitslage in den letzten Jahren leider nicht gerade erhöht. Aber über das Verhalten in armen Ländern brauche ich an dieser Stelle sicher keinen Vortrag zu halten.

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