Alcantaraschlucht im Osten von Sizilien?

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1 Antwort

Besser isses mit dem Auto. Zu ÖPNV passt selbst die Internetseite des Betreibers (die Alcantaraschlucht ist ein Nationalpark). GuggstDuHier: http://www.terralcantara.it/en/where-to-sleep/how-to-reach-us.html (ja, meine lieben Unterstützer des reisefragen-Portal. Diese Seite ist in englisch, sie wäre alternativ auch in Italienisch abrufbar. Richtlinienwidrigerweise stellt die Verwaltung des Nationalparks Gole dell Alcantara ihre Informationen nicht auf Deutsch zur Verfügung). Taxi von Taormina oder Giardini Naxos mag gehen, aber für das Geld bekommt man wahrscheinlich auch einen Mietwagen für den Tag.

Eintritt ist frei, wenn man zu Fuss über eine schmale Treppe in die Schlucht hinabsteigt und auf Toiletten usw. verzichtet. Gegen Eintritt gäbe es einen Aufzug in die geologische Vergangenheit, sind ein paar Euro. Genaue Zahl weiss ich nicht, als ich da war, warens noch Lire.

Die Alcantara-Schlucht ist das Durchbruchstal des Alcantara durch einen Lavatrom des Ärtna. Sie ist canyonartig ausgebildet und hat (fast) senkrechte, gelegentlich auch überhängende, rund 20/25 Meter hohe Wände, die aus Basaltsäulen bestehen. Aus einer Laune der Natur heraus sind die Basaltsäulen auf der einen Fluss-seite fünfeckig, auf der Anderen sechseckig. Es gibt noch einige Wanderwege auf dem alten Lavastrom mit Blicken von oben und etwas Botanik, Höhepunkt ist aber immer die Schlucht selbst.

Die Zugänglichkeit richtet sich nach dem Wasserstand des Flusses. Der wechselt, manchmal geht auch gar nix, selbst im Sommer/Herbst, im Winter eh nicht. Im Normalfall sollten zwei bis drei Stunden für einen Eindruck reichen. Man watet im Fluss, nur selten und wasserstandsabhängig gibt es seitliche Fels-/Kiesbänke. Der Untergrund ist felsig und gelegentlich rutschig, feste Sohle ist erforderlich (barfuss ist keine gute Idee). Da die Schuhe ohnehin nass werden, empfehlen sich welche, die feste Sohle haben und hinterher schnell trocknen, z.B. Stiefel mit Leinenschaft. Alternativ Anglerstiefel, einfache Gummistiefel sind zu kurz und laufen von oben voll. Das Wasser ist klirrekalt, zumal im sizilischen Sommer. Auch in der Schlucht, an deren Fuss so gut wie nie ein Sonnenstrahl dringt, ist es erfrischend. Im Unterlauf, beim Verlassen der Schlucht, weitet sich das Tal und es gibt seitliche Kiesstrände, dort kann man sich hinterher aufwärmen.

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