Alaska mit dem Fahrrad

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3 Antworten

Unabhängig von Alaska und den Überlandstraßen mit und ohne Asphalt eine generelle Anmerkung):

Ich habe 2.200 km Kanada - Fahrradtouren (Alaska, Cassiar Hwy und Banff/Jasper hinter mir und würde es (im Gegensatz zu Kanu- oder Trekking- Touren) SO nicht wieder machen. Begründung (wie schon ausgeführt): Die "Überland"- Highways sind nicht gerade "fahrradfreundlich". Da brettern andere Fahrzeuge bis hin zu Logging-Trucks gnadenlos an Dir vorbei und ich hatte mehr als ein Steinchen am Schädel.

  1. wechseln die Landschaften natürlich wesentlich seltener als in D oder in vielen Teilen Europas, wo Du fast hinter jeder Ecke neue und unterschiedlichste Eindrücke bekommst. Im riesigen Kanada fährst Du schon mal 100 km kerzengerade bergauf- bergab durch Tannenwald.

  2. Allerdings will ich Dir Dein Vorhaben auch nicht vermiesen. Die Tour bis hin zur von Indianerjungs geklauten Fahrradpumpe bleibt unvergesslich ;) Wenn Du Dich dazu entschließt würde ich aber von Süden nach Norden Richtung Alaska fahren! Du kommst an wenn es wärmer ist und hast gerade in BC (Cassiar Highway) weniger mit dem Wind zu kämpfen. Das war bei meiner damaligen Tour total unangenehm. Die Hauptwindrichtung ist Süd-Nord. Bei der Nord-Süd-Strecke hast Du im wahrsten Sinne des Wortes sehr viel öfter (nicht nur lauen) Gegenwind.

Zu Alaska nehme ich noch separat Stellung.

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Schnee dürfte nicht das Problem sein. DIe Winter da oben sind kalt und trocken wie die Sommer warm und trocken sind. Insofern gibt es keine meterhohen Schneeberge. Mai ist aber eben erst der Beginn des Frühlings. Temperaturen liegen je nach Ecke (Deutschland passte ein paar mal nach Alaska rein) um die 10 Grad C. Also noch kein gemütliches Fahrradwetter. Am Pazifik ist es milder dafür regnerischer.

Nachteil von Radtouren da oben ist generell, dass es keine Radwege gibt. Auf den Highways gibt es außerhalb der Ortschaften oder Städte wie Anchorage natürlich keinen Verkehr wie auf deutschen Bundesstraßen oder Autobahnen. Aber Verkehr incl. Trucks gibt es dennoch reichlich, mit dem Du Dir eben die Straße teilen musst. Und das ist dann halt nicht gerade ein Wilderness-Erlebnis ;)

Oder hast Du ein MB? Das wäre in Alaska einem normalen Tourenrad oder gar Rennrad IMMER vorzuziehen, wenn Du nicht auf die Asphaltstrecken reduziert sein willst. Und das wiederum wäre sehr schade. Ich hatte mir deshalb da oben vor Jahren mein erstes MB überhaupt gekauft.

Denn die Parkstraße in den Denali NP raus zum Wonderlake wäre z.B. ne tolle Tour mit Bären, Elch und ggf. Wolf- etc. "Garantie". Allerdings ebenfalls Gravel und kein Asphalt, so wie alle Nebenstraßen nicht geteert sind. Den Campground am Wonderlake müsstest Du aber von hier aus buchen. Die wenigen Plätze sind begehrt. "Geöffnet" wird da hinten ab 16. Mai.

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tauss 19.02.2012, 12:03

Zu Kanada nehme ich nochmals separat Stellung.

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reisendleben 19.02.2012, 13:07

Hi,

besten Dank für die schnelle Antwort. Das hilft mir schon mal weiter mich mental auf mein neues "Abenteuer" einzustellen.

Da die Flüge derzeit recht günstig sind, habe ich in der Zwischenzeit gebucht. An Langzeitradeln und Gegenwind bin ich gewohnt. Mein Vorteil ist, dass ich viel Zeit habe, für Alaska min. 3 Monate und in Kanada kann ich mich ja 6 Monate aufhalten.

Sonnige Grüße

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tauss 19.02.2012, 13:41
@reisendleben

Das ist ja super. Dann kein Problem. Ich hatte damals „nur“ 3 Monate Zeit und dann davor und danach viele kürzere Aufenthalte (bin eher der Kanu-Typ). Alaska könntest Du als Rundtour planen (mit Denali), dann über den Alaska Hwy., ins Y.T. , via Top of the World „Highway“ (Gravel!) nach Dawson City, noch ein Stück entlang der Tombstone Range den sehr schönen Dempster rauf und runter (evtl. bis zum Arctic Circle, ab da wird die Landschaft eintönig), dann zurück Richtung Whitehorse, via Alaska / Cassiar Hwy. runter in den Süden und von dort Vancouver in die Rockies etc. Das wäre dann meine Tour mit so viel Zeit was den Norden anlangt. Von wo fliegst Du zurück?

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reisendleben 20.02.2012, 19:30
@tauss

Da ich den Jahreszeiten entsprechend mich nach Süden bewegen will, werde ich vielleicht von LA zurückfliegen.

Danke für den Tourenvorschlag, so ähnlich hatte ich die Tour auch geplant. Allzuviele Möglichkeiten gibt es ja nicht.

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tauss 20.02.2012, 19:46
@reisendleben

Na ja. Es gibt schon in Alaska je nachdem wo Du ankommst Alternativstrecken (Fairbanks oder Anchorage?). Dann im Y.T. z. B. ganz den Alaska Hwy. entlang des Kluane NP via Haines Jct. oder wie gesagt (je nach Zustand) über den Top of the World, den ich empfehlen würde. In BC hast Du zum Cassiar in der Tat keine vernünftige Alternative, wenn Du nicht zu sehr Richtung Osten "abgedriftet" werden willst. Und in Kanada stellt sich eben die Frage küstennah oder mehr im Landesinnern bis schlussendlich LA. Ist in 9 Monaten natürlich alles machbar (400-500 km monatlich je nach "Umweg"). Tolle Tour!

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tolle idee muß man erlebt haben aber vieleicht nicht zu dieser jahreszeit doch noch ein wenig zu kalt aber ob gute oder schlechte zeiten gut ausgerüstet ist wichtig und man wird das erlebniss nie vergessen und davon noch seinen enkel erzählt

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reisendleben 20.02.2012, 19:35

Wie ich bis jetzt gelesen habe kommt der Frühling in Alaska und Yukon sehr schnell, daher hoffe ich dass die Themperaturen zum radeln angenehm sind und der Schnee weggetaut ist.

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tauss 20.02.2012, 20:07
@reisendleben

10 Grad im langjährigen Schnitt sind zum Radeln nicht unangenehm, wenngleich es angenehmer sein könnte ;) Nochmals zum Schnee. Natürlich gibt es keine Garantie, zumal Alaska bisher (2011/12) einen ungewöhnlich schneereichen Winter hatte. Auf Asphalt dürfte aber in jedem Falle abgetaut sein.

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