Äthiopien im kommenden Herbst?

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6 Antworten

Hallo,

Du solltest auf jeden Fall hinfliegen und keine Gewissensbisse haben! Während der großen Hungersnot im Jahr 2000 nach dem europäischen Kalender, war ich in Ostäthiopien und auch im betroffenen Gebiet, da ich für die Organisation Menschen für Menschen, Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe zwar als Berufsschullehrer und nicht in der Katastrophenhilfe, aber nicht weit von der betroffenen Region arbeitete. Man kann Äthiopien trotz dieser Probleme bereisen. Äthiopien ist sehr groß, ungefähr dreimal so groß wie Deutschland. Ich habe mich noch gestern mit Freunden in Äthiopien über Skype unterhalten. Die wohnen in dem Land, wussten aber gar nichts von der Hungerkatastrophe, weil sie zu weit weg von den Dürregebieten leben. Auch meine ehemaligen Schüler in Äthiopien, mit denen ich über Facebook Kontakt halte, berichteten mir nichts darüber. Ich werde auf jeden Fall vom 16 September bis 15. November in Äthiopien sein. Dass man als Tourist in die betroffenen Regionen reist, ist sehr unwahrscheinlich. Wahrnehmen kann man das Problem aber auch in Addis Abeba, aber nur, wenn man die Stadt kennt, da es bei solchen Katastrophen dort mehr Bettler gibt, als sonst. Man kann das Land aber überall bereisen und wird überall von den Menschen freundlich und nett empfangen. In Äthiopien gibt es viel zu sehen. Es gibt überhaupt keinen Grund, die Reise abzusagen, sondern ganz im Gegenteil. Jeder Euro, jeder Dollar, der in Äthiopien ausgegeben wird, hilft ein bisschen mit. Herbst und Winter sind die besten Reisezeiten für Äthiopien, das heißt für den Norden des Landes und für die Mitte, ebenso für den Osten und den Westen. In einigen Gebieten im Süden könnte es dann aber stärkeren Regen geben. Übrigens noch zur Dürre: In Äthiopien regnet es im Westen zur Zeit sehr viel. Das Land erzeugt genügend Lebensmittel. Aber es gibt ein enormes Problem die erzeugten Lebensmittel aus den Gebieten mit Überfluss in die Dürregebiete zu transportieren. Ich will mich nun nicht in Erörterungen darüber verlieren. Wenn gewünscht erteile ich aber auch darüber sehr gern detailliertere Auskunft. Mit freundlichem Gruß eupsk

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@annabel

ich verfolge diese Diskussion mit Interesse ,und ich stimme dir zu, dass es mir als "sattem/ satter EuropäerIn" (schließlich kosten diese erwähnten Studienreisen der namhaften Anbieter doch weit mehr als nur "3-Euro-fuffzig" , was "Betuchte " sich aber leisten können und wollen)) bei dem Gedanken überhaupt nicht wohl wäre,

dass ich dort dem Hunger "ins Gesicht schauen" muss und selbst satt und auch sonst umfassend gut versorgt umher reise!

In der Spalte "UMSCHAU" in meiner lokalen Tageszeitung las ich u.a. eben :

"DÜRRE- 500.000 KINDER vom Tod bedroht" AddisAbeba / Nairobi

Eine halbe Million Kinder ......am Horn von Afrika wegen Dürrekatastrophe akut vom Tod bedroht....UNICEF fordert eine sofortige Ausweitung der der Hilfsleistungen in der Region......wenn keine schnelle Verbesserung errreicht wird, dann werde sich die Situation bis Anfang 2012 weiter akut verschlimmern....

Daraus entnehme ich , dass auch Äthiopien von der Dürre betroffen ist, und dass hier ganz besonders die Kinder leiden müssen !

@eupsk

Und die Dollar,die Euro, von denen du sagst, dass sie die auf diese Weise ins Land kommen könnten , wären meiner Ansicht nach in der derzeitigen Situation als Spende an Hilfsorganisationen, wie z.B. die deine: "Menschen für Menschen" ,angezeigter .

Dass die momentane Lage in Äthiopien anders als "überall ruhig" ist,das zeigen die Hinweise des Auswärtigen Amtes - aktualisiert heute,am 18.07.2011 !

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lioness 18.07.2011, 10:48

Oh,ich löschte versehentlich einen Absatz:

"Ich weiß nicht,ob,wenn man als "studienreisender" Tourist 'mal eben 14Tage -3Wochen ins Land kommt,um sich von den -unbestritten!!-wunderbaren,den reichen Kulturgütern des Landes "gefangennehmen "zu lassen , man die wahre , die enorme Härte der momentan überaus traurigen Lage dort überhaupt bewusst werden kann, ja,will ...."

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Seehund 18.07.2011, 17:46
@lioness

Andererseits- wenn Einkünfte aus dem Tourismus wirklich im Land ankommen? Schwierige Frage.... Wirtschaft ist immer noch besser als Almosen- aber wie gesagt- schwierige Frage...

LG

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@Sundance

Wenn du, wie ich vermute, über einen seriösen Reiseveranstalter (Studiosus,Gebeco,Dr.Tigges,MWR o.ä.)eine organisierte Rundreise gebucht hast, dann wird der RV ja für den gesamten, den reibungslosen Ablauf voll verantwortlich zeichnen und sich natürlich auch dementsprechend abgesichert haben.

Bemerkenswert fand ich das Angebot des VA "Marco Polo" , der Rundreisen durch Äthopien für Einzelpersonen anbietet- alles Organisationstechnische( Zeitplan, Unterkünfte, Fortbewegungsmittel u.ä.) obliegt dabei dem VA.

Bei eventuellen unvorhergesehenen Ereignissen und Vorkommnissen vor Ort , welche ich mir in dieser Region Afrikas schon vorstellen könnte, müsste dieser dann ja auch kompetenter Ansprechpartner sein.

Äthopien ist ein sehr faszinierendes,ein äußerst interessantes Land -dort stand die Wiege der Menschheit!!!- Das erzählt ein Verwandter, der für eine Hilfsorganisation schon einige Mal dort tätig war, immer wieder.

Aber Hunger und große Armut sind überall gegenwärtig , weshalb - so meine ganz persönliche Meinung !!!-ich als "satter" Europäer einige Skrupel hätte, dort als betuchter Tourist umher zu reisen und die Not der Menschen mitansehen zu müssen( oder zu wollen??).

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Die Hungersnot betrifft zwar vor allem Somalia, aber zum Teil auch Äthiopien. Außerdem suchen viele Flüchtlinge Zuflucht in Äthiopien und Kenia.

Grundsätzlich informiert das auswärtige Amt über die Sicherheitslage in den Ländern der Welt, Seehund hat den Link ja schon eingestellt. Wegen der ganz aktuellen Situation würde ich einfach mal Kontakt mit dem deutschen Botschafter ins Addis Abeba aufnehmen. Der ist vor Ort und kann dir mit Sicherheit besser weiterhelfen als wir, die ja auch keine anderen Informationen als du zur Verfügung haben:

https://addis-abeba.diplo.de/Vertretung/addisabeba/de/Kontakt.html

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Hallo,

die Hungersnot betrifft nach meiner Kenntnis vor allem Somalia. Einige Teile Äthiopiens eignen sich aus anderen Gründen aber nicht für einen Aufenthalt, siehe: http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/AethiopienSicherheit.html

LG

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