Frage von Erle1, 174

Zu hohe Anzahlung - was tun?

Hallo, habe für unsere Familie Urlaub im Juni gebucht. Mein Mann und ich haben von Itt und müssen 20% anzahlen also kein Problem. 

Meine Mutter und meine Nichte(8) haben den Veranstalter Urlaubstours und die verlangen jetzt schon 6 Monate vor Reise Beginn 100% das Geld hat meine Mutter nicht weil wir noch nie 100% zahlen mussten. 

Geld für einen Anwalt ist auch schwer da sie ja auch schon für den Urlaub sparen muss. Alles über 20% ist nicht erlaubt das habe ich bei einem Anwalt nach gefragt. Was ist wenn meine Mutter einfach nur 20,30% anzahlt und den Rest später? Passiert da etwas? 

So und für meine Schwester mit ihren Mann und Kinder habe ich auch gebucht die sollen 35% anzahlen. Eigentlich auch kein Problem aber die haben halt auch mit 20% gerechnet und wenn alles darüber nicht erlaubt ist wollen wir uns das auch nicht gefallen lassen. 

Bei Urlaubstours die 100% verlangen stößt man auf taube Ohren und die verweisen uns nur darauf das wir ja die AGBs akzeptiert haben. Schön und gut das ist aber eine ungültige Geschäftsbedingung hat mir ein Anwalt versichert. 

Hatte jemand mal so etwas und hat auch einfach die Anzahlung auf 20% gekürzt? Gibt ja schließlich Urteile darüber :-) würde mich freuen wenn mir jemand helfen kann wie wir am besten mit dieser Situation umgehen :-)

Antwort
von Melly2505, 147

Beim Buchen werdet ihr darauf hingewiesen wie hoch die Anzahlung ist. Wenn dort schon 100% stand bzw das in den AGBs angeführt ist dann muss das auch bereits bezahlt werden.
Nicht einfach die AGBs bestätigen ohne lesen. Oder wenn ihr in Google Erfahrungen mit Urlaubstours eingibt dann werdet ihr sehen das dieser bekannt ist für hohe Anzahlungen und das auch in den AGBs festhält. Wenn deine Mutter nur 20-30% bezahlt denke ich wird sie Probleme mit dem Veranstalter bekommen bzw. die Reise vielleicht garnicht antreten können. Mich gehen eure Geldverhältnisse nichts an aber das dürfte doch nicht so schwierig sein das ansonsten derweil wer aus der Familie (anderen Reisenden) aushilft. 

Hast du für deine Schwester, mit Mann und Kind auch den selben Anbieter wie du gewählt? Es hängt nicht immer davon ab bei welcher Seite du buchst sondern welcher Veranstalter (Neckermann, Schauinselland, etc.) denn die haben verschiedene % bei den Anzahlungen.

Kommentar von Erle1 ,

Egal was in den AGBs steht es ist ungültig. In den AGBs stehen Katergorien und wie viel man bei welcher Katergorie anzahlen muss. Aber es stehen keine ausführlichen Infos welche Katergorie was ist. Dort gab es eine Katergorie mit 35% Anzahlung und eine mit 100%, und bei 100% gehe ich davon aus das es reisen sind die schon bald bevorstehen und nicht reisen die 6 Monate noch dauern. Es gibt ein Geld-gegen-Ware Prinzip was heißt ich zahle für eine Leistung aber die geben mir zur Zeit keine Leistung und ich gebe ihn ja praktisch ein Zins losen Kredit da die mit unseren Geld arbeiten. Und ein Veranstalter der 100% verlangt ist nicht seriös und vor Gericht werden wir im Recht sein. Wie gesagt dort standen zwei Katergorien mit einmal 100% und einmal 35% dort stand aber nicht bei, welche Reisen damit gemeint sind. Und ich weiß nicht wo Sie buchen aber ich habe schon 20 mal im Internet gebucht und mir wurde vorher nicht gesagt welche Katergorie ich gerade Buche oder wie hoch die Anzahlung ist. Bei ab in den Urlaub zB stand nur das in der Regel eine Anzahlung verlangt wird und der Rest 30 Tge vor Abreise. Aber leider stand dort nicht "hallo sie buchen eine Reise die sofort bezahlt werden muss." Und ich sehe nicht ein da 2000€ zu bezahlen obwohl ich noch gar keine Leistung von denen bekomme. Ist mir zu unseriös und wie gesagt der Anwalt hat ebenfalls gesagt das die nicht im Recht sind. Und leider können wir ihr auch das Geld nicht vorstrecken wir müssen ja auch unser Urlaubsgeld zusammen bekommen. 

Kommentar von reiserolf ,

Wenn Ihr das Geld nicht vorstrecken könnt und auch kein Geld für einen Anwalt habt gibt es kurzfristig nur wenige Lösungsansätze:

- Bei Urlaubstours anrufen und fragen, ob man mit der Anzahlung irgend etwas "drehen" kann

- Die Reise stornieren, die Stornogebühren bezahlen und hoffen, diese über eine Kulanzentscheidung oder über ein Gerichtsverfahren wieder zu bekommen

- Den Vertrag mit Hinweis auf die "falschen" AGB als nichtig erklären und hoffen, dass UT darauf eingeht.

All diese Ansätze beruhen darauf, dass sich UT bewegt, was ich leider nicht zu hoffen wage. Die Berichte im Internet sprechen da eine eigene Sprache.

Da kein Anwalt zur Verfüng steht, fällt mir sonst nur noch die Verbraucherzentrale ein. Evtl. können die Druck aufbauen und so zu einer Lösung des Problems beitragen.

bye

Rolf

Kommentar von Nightwish80 ,

aber ich dachte dei AGBs sind immer bindend?

ich verstehe nur zwei Dinge nicht:

warum wurden nicht alle Reisen bei dem gleichen Reiseveranstalter gebucht?

und das ist jetzt nicht böse gemeint. warum bucht man Urlaub, wenn das Geld nicht da ist?

auch wenn es noch ein paar Monate hin ist, es kann immer mal was etwas passieren.

Ich würde einbfach mal Kontakt mit dem Veranstalter aufnehmen und versuchen das mit ihm zu klären, aber ich denke ohne Druck wird er nichts machen, der will sein Geld.

@Erle könntest du nicht den Anwalt für deine Mutter stellen?

Kommentar von ManiH ,

"Ich dachte die AGB's sind immer gültig." Nein, so ist das nicht generell!!

Z.B ist es das nicht, wenn sie den gesetzlich Vorgaben entgegen stehen oder sie unlauter sind.

Hier kannst du mal schauen

http://www.rewisto.de/fileadmin/content/anwaelte/tiriakidis/vo/03_REWISTO_Downlo...

Antwort
von ManiH, 116

Ich stimme da Reisewolf voll zu! Er ist da sehr kompetent! Du kannst es auch nach meiner Meinung nur so wie vorgeschlagen versuchen!!

Was passiert fragst du, wenn ihr nicht bezahlt wie gefordert also 100%, na ja der Veranstalter,

  "bucht halt einfach die Reise nicht", 

beim Hotel, bei der Airline oder der sonstigen Beförderungmöglichkeit, bis er die volle Bezahlung erhält!! 

Er besteht halt, wenn (vielleicht) auch zu Unrecht auf seine AGB! 

Kommentar von Erle1 ,

Danke für deine Antwort :-) Ich war gerade beim Anwalt musste das Geld jetzt dafür auftreiben und investieren. Er hat ein schreiben aufgesetzt und mir dazu geraten nicht den gesamten Preis zu zahlen er wird es klären hat er gesagt. Er sagte mir auch das die verbraucherschutz zentrale schon gegen diesen Veranstalter geklagt hat mit Erfolg. Und das wir auch Erfolg haben werden :-) und solange soll meine Mutter keinen Cent bezahlen. 

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