Frage von Pascal100, 18

Wie ist St. Petersburg für einen Rollstuhlfahrer, kann man das mit Begleitung schaffen?

Ein Bekannter von mir ist Rollstuhlfahrer und möchte mit Begleitung nach St. Petersburg. Man hat ihn wohl davor gewarnt, weil die Stadt überhaupt nicht behindertengerecht sei. Stimmt das so, ist das keine gute Idee?

Antwort
von Emma99, 11

Ich sehe es auch so, dass es mit Begleitung zu schaffen sein sollte, denn im Notfall kann man eben unterstützen, aber auf der anderen Seite ist es auch richtig, dass Russland insgesamt und St. Petersburg im besonderen in der Barrierefreiheit keine besonders hohen Standards erfüllen.

Ob es ihm das Wert ist, muss er selber wissen, die Stadt lohnt sich in jedem Fall, auch als Rollstuhlfahrer.

Antwort
von aitutaki, 13

Hallo Pascal 100, ich habe im unmittelbaren Umfeld einen Verwandten der nach einem Verkehrsunfall behindert ist und seit 13 Jahren einen Rollstuhl benutzen muß.Wir suchen deshalb immer nach Lösungen ihn zu Auslandsaufenthalten mitzunehmen, was wir auch schon bei längeren Aufenthalten getan haben.Ich könnte über die dabei gesammelten Erfahrungen fast ein Buch schreiben.

Pauschal muß ich leider sagen das in Deutschland viel über das Thema Behinderungen geredet , aber für die finanziellen Möglichkeiten die unser Land hat, zu wenig getan wird.Pauschal muß ich noch sagen das es in Europa in dieser Hinsicht ein starkes Ost-West-Gefälle gibt.In den östlichen europäischen Ländern ist man für dieses Thema noch in Ansätzungen um Lösungen für Behinderte zu schaffen.Konkret würde ich,da ich St.Petersburg kenne und auch auf die Belange Behinderter achte davon abraten,es gibt z.B. nur einige Straßen in der City die ansatzweise behinderten gerecht sind.Viele Geschäfte absolut nicht,wahrscheinlich ist die Denkweise" ein Behinderter ist arm und hat kein Geld" hier der prägende Gedanke,vielleicht ändert sich das bald.Jetzt würde der Aufenthalt kaum Freude machen. Dietrich aus Halle/Saale

Antwort
von Lanew, 13

Für einzelne Rollstuhlfahrer, die allein unterwegs sind, wird da nicht allzu viel getan, gerade die U-Bahnen, die in Russland immer extrem tief in der Erde liegen, sind über weite Strecken nur über sehr lange Rolltreppen zu begehen und haben keine Fahrstühle oder Rampen.

Aber mit einem Partner wird so ziemlich alles zugänglich sein. Gerade die Kulturstätten in öffentlicher Hand sorgen sich auch um die Berrierefreiheit.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community