Frage von louisan, 19

"Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen..."?

Wie ungewöhnlich muss eine Reise denn sein, damit man auch etwas zu erzählen hat? Wie haltet ihr das? Zeigt ihr noch Fotos, wenn ihr aus den Ferien zurück seid, oder ist das heillos altmodisch? Muss man heute nicht mindestens einen eigenen Reiseblog schreiben, wenn man was erzählen will?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von harlequin, 6

Von jeder größeren Reise stelle ich ein Urlaubsbuch zusammen. Ich fange mit den Flugtickets an und dann kommen Photos ins Buch, Eintrittskarten oder Fahrkarten, Vielleicht eine Rechnung vom Lieblingsrestaurant und manchmal Broschüren oder Visitenkarten.. Außerdem die jeweilige Währung des Landes.Ich sammle alles was "ich" interessant finde. Zu allem was ich ins Buch "klebe" schreibe ich kurze Kommentare. Außerdem schreibe ich während des Urlaubs die wichtigsten Dinge in eine Art Tagebuch und nach dem Urlaub schreibe ich dann einen Reisebericht. Das ist nicht nur für andere interessant, aber es hilft mir auch als Erinnerung. Du weißt ja wie das ist, nach einigen Jahren kann man sich nicht mehr an alles erinnern und mein Reisebericht lässt mich dann noch einmal die Reise in Gedanken erleben. Mit Hilfe des Reiseberichtes kommen auch die Kleinen, schon wieder vergessenen Dinge, zurück ans Tageslicht. Vielleicht ist das altmodisch aber ehrlich, das interessiert mich wenig. LG

Kommentar von Nightwish80 ,

Cool genauso mache ich es....

Antwort
von Toinette, 2

Aber so ein Reiseblog ist gar nicht schlecht ;) Da kannst du lesen und die Reise nachvollziehen, musst aber nicht. Ich werde das vermutlich demnächst einmal ausprobieren, wenn es nicht zu kompliziert ist. Diese Seite hier gefällt mir ganz gut, vielleicht mache ich da auch mit: http://time4adventure.de

Antwort
von Sannemann, 3

Ich mache von jeder Reise ein Album, je nach Dauer natürlich mehr oder weniger aufwendig. Da kommt auch alles hinein, was für mich in Bezug auf die Reise eine Bedeutung hat, von Eintrittskarten bis zu abgelösten Etiketten von Getränkeflaschen. Und natürlich die Fotos. Zeigen tu ich es, wenn Interesse geäußert wird, ansonsten sind die Alben nur für mich und ich nehme sie tatsächlich auch regelmäßig in die Hand und freue mich daran, auch die älteren immer mal wieder. Ich versuche, mich dabei bezüglich der Anzahl der Fotos zu mäßigen, weil ich keine Lust auf überquellende Schränke habe, von daher sind die Alben in den letzten Jahren eher dünner geworden, während ich früher wirklich jedes nicht vollkommen verwackelte Bild eingeklebt habe.

Wenn ich Reisen mit anderen Leuten zusammen gemacht habe (vor allem natürlich mein Freund), von denen ich weiß, daß sie nicht so gern Alben anfertigen, dann mache ich auch gern so eine kleinere Ausgabe für sie und verschenke das dann zur nächsten Gelegenheit, Geburtstag oder Weihnachten. Natürlich ist das dann weniger opulent gestaltet als mein eigenes Album und zeigt nur eine Auswahl der Bilder. Das ist dann eher eine Geste, die an die gemeinsame Zeit erinnern soll, als daß ich jemand anderem das Aufzeichnen seiner Reiseerinnerungen abnehmen will.

Darüber hinaus schreibe ich manchmal Reiseberichte. Meistens beschaffe ich Informationen vor der Reise im Internet in Foren und die Leute in den Foren freuen sich meist sehr, wenn man als Dank auch etwas für die Auskünfte zurückgibt, indem man sie mit einem aktuellen Bericht aus dem Reiseland versorgt. Das wurde bislang immer sehr begrüßt und mir macht es Spaß. Einen Blog habe und hatte ich nicht und möchte ich auch nicht.

Antwort
von Nanuk, 3

Ich mach das auch so wie harlequin. So kann ich hin und wieder auch mal auf eine Antwort für rf zurückgreifen oder meinen Visitenkartenfundus plündern :-) Einen Blog hab ich nicht, manchmal stell ich meine Reisefotos auf Facebook für meine Freunde, dass sie nicht ewig fragen "Wo warst Du denn jetzt schon wieder". Zu erzählen gibt's nur, wenn mich jemand auch nach meiner Reise frägt, ansonsten war sie mein eigenes Vergnügen.

Kommentar von dospassos ,

Wie war eigentlich deine letzte Reise?

Kommentar von Nanuk ,

Meinst Du die grosse oder die kleine? Die allerletzte, die kleine, ging in die neuen Bundesländer - sehr eindrücklich und aufschlussreich :-)

Antwort
von Roetli, 3

Was ist eine 'ungewöhnliche Reise'? Das kann für einen eine Reise um die Welt sein, für eine andere ein mehrmonatiger Aufenthalt auf einer Alm oder der mehrwöchige Tauchkurs irgendwo auf der Welt!

Wer von meiner Umwelt an den Reiseerlebnissen interessiert ist, dem erzähle ich sie gern und zeige auch entsprechende Fotos - aber eigentlich ist eine Reise primär erst mal das Erlebnis für mich allein!

Früher habe ich bei langen Reisen Tagebuch geschrieben - auch um die vielen besonderen Erlebnisse und Kleinigkeiten nicht zu vergessen! Die analogen Fotos damals konnte man ja nicht so ohne weiteres dem Datum zuordnen, wie heute die digitalen!

Statt der Tagebücher, die auch meine Kinder und Enkel gern immer mal wieder in die Hand nehmen, schreibe ich heute einen Reiseblog - das gibt meiner Familie Sicherheit, da sie i.d.R. wissen, wo ungefähr ich mich gerade so allein herum treibe und ich muß nicht mit mehreren Leuten einzeln per Scype Kontakt aufnehmen (was oft bei großen Zeitunterschieden auch garnicht so einfach ist), um zu berichten oder zu beruhigen. Statt der E-Mails, die ich früher bei längeren Reisen in kürzeren und längeren Abständen mit meinen Erlebnissen geschrieben habe, können heute Familie, Freunde und Bekannte den Blog relativ zeitnah verfolgen (oder auch nicht, das bleibt denen ja überlassen). Einen Blog kann man überdies auch sichern - entweder mit Lesegenehmigung oder mit einem Passwort, dann können nur die dort lesen, denen man das auch gestattet.

Aber einen Blog zu schreiben, ist ja eine ganz private Entscheidung - wer sollte mich zwingen können "heute mindestens einen eigenen Reiseblog schreiben zu müssen"?

Kommentar von tauss ,

Wenn ich ne Geschichte habe, blogge ich auch. Voraussetzung ist eben, dass man eine Geschichte hat. Die muss nicht spektakulär sein.

Oder ich habe bei längeren Reisen, bei denen ich allein unterwegs war, meiner Frau, die beruflich nicht dabei war, jeden Tag einen Brief geschrieben. So hatte sie was davon und ich habe, weil sie die Briefe aufbewahrte Tagebücher von "damals". Vor allem aus Kanada, Madagaskar und Umgebung etc.

Antwort
von tauss, 3

Einige Jahre habe ich sogar davon gelebt, dass ich über Reisen berichtete oder Dia- Vorträge in Stadthallen hielt :)

Heute ist das nur noch hobbymäßig und wenn sich Leute dafür interessieren, zeige ich auch Fotos. Oft werde ich im Bekanntenkreis auch danach gefragt.

Out ist das also keinesfalls. Allerdings habe ich strikte Regeln: Z. B. nicht mehr als 100 Bilder (in Überblendtechnik dürfen es gerne ein paar mehr sein). Dann sind nicht nur die BESTEN Fotos interessant, sondern auch jene, wo man kleine (spannende und/ oder witzige) Geschichten dazu erzählen kann.

Z. B. die Begegnung mit einer aggressiven Kuh auf El Hierro. Dann wird sogar das Foto einer Kuh plötzlich interessant. Müssen also nicht immer Bären und spektakulärste Sonnenuntergänge sein... ;)

Wer seine Mitmenschen aber mit dem 70igsten Foto seiner Frau/ ihres Mannes vor irgendwelchen Dingen zeigt, die man nicht mal sehen kann (....."hinter hier kam dann eine Stunde später plötzlich ein Elefant. Da hatte ich dann nur die Kamera nicht dabei.." ) foltert seine Umwelt und wird beim nächsten Mal wenig Publikum für die Urlaubserinnerungen finden.

Kommentar von fredl2 ,

@tauss

"hinter hier kam dann eine Stunde später plötzlich ein Elefant. Da hatte ich dann nur die Kamera nicht dabei.." )

Oh, wir scheinen dieselben Filmvorführer zu kennen. ;-))))))))))))))

Kommentar von tauss ,

Das ist aber auch der klassische Standard ;) Ich hasse Fotos, nahand derer mir erläutert wird, was man nicht oder bestenfalls als unkenntlichen Punkt am Horizont sieht.

Oder ein Gruppenfoto mit der mir völlig unbekannten Urlaubsbekanntschaft Familie Meier in gemütlicher Runde.... Nein, das sind doch die Krügers.... Irrtum... Krügers waren vor zwei Jahren, das sind die Meiers... etc. etc. Solche Sketche sollte man den Nachfolgern von Loriot überlassen und mit ihnen nicht noch andere Leute behelligen.... :)

Antwort
von frauchen, 2

Ja und Nein.

Es geht mir gehörig auf den Keks, dass in unserem Freundeskreis ständig Bilderabende sind. Immer stundenlange Vorträge über ein Land, über das man nach 7 Tagen plötzlich ein Experte ist. Aber mich interessiert das allgemeine nicht. Bilder von Landschaften und Beschreibungen dazu kann ich im Internet und im Reiseführer auf viel höherem Niveau finden.

Mich interessieren aber umso mehr die persönlichen Erfahrungen mit Land und Leute. Darüber höre ich gerne zu, und dazu will ich auch viele Bilder sehen.

Antwort
von fredl2, 3

Muss man heute nicht mindestens einen eigenen Reiseblog schreiben

Mal den Teufel nicht an die Wand! Nein, muss man nicht! Ich schon gar nicht. Das Bedürfnis, der restlichen Wwelt meine Befindlichkeiten mitzuteilen hatte ich noch nie sehr ausgeprägt und daran wird sich kaum mehr was ändern.

So ich tatsächlich verreist war und nicht einfach irgendwo rumgefahren bin, habe und hatte ich immer noch viel zu erzählen - mit und ohne Bilder und - sehr wichtig! - nur auf Nachfrage.

Mit "einfach irgendwo rumgefahren" meine ich organisierte Rundreisen. Erfahrungsgemäss weiss ich hinterher sehr häufig gar nicht mehr, wo ich eigentlich war und schon gar nicht konnte ich Jahre später noch genaue Erlebnisse wiedergeben. Bei selbst "erarbeiteten" Reisen ist und war das ganz anders. Von bequem von anderen zusammengestellten Rundreisen nehme ich seit der Erkenntnis Abstand. Vom unaufgefordertem Vorzeigen von Reisefotos schon immer.

Letzteres geschieht bei mir nur auf ausdrücklichen Wunsch des Gesprächspartners und dann egal, ob übern PC oder ausgedruckt. Fotos sind sehr häufig mit persönlichen Eindrücken und Stimmungen behaftet und können eine interessante Schilderung im besten Fall ergänzen. Ein langweiliges Abspielen von Reisebildern ermüdet jeden Zuschauer - finde ich.

Kommentar von ManiH ,

..........Wie wahr und wie sehr du recht hast. Ich erinnere mich noch an aufgedrängte, zum Gähnen langweilige Diavorführungen ;-(

Antwort
von Harz1, 1

Nach jeder Urlaubsreise wird ein Urlaubsvideo gemacht, Freunden gezeigt und dabei über die Reise gesprochen. Altmodisch fand ich das noch nicht.

Antwort
von Blnsteglitz, 2

Zeigt ihr noch Fotos,

kommt drauf an...

Wenn ich was Besonderes mache (wie in diesem Jahr) und einer fragt nach Eindrücken und Fotos , dann bekommt er ausgewählte zu sehen - aber ich dränge sie niemandem auf.

Antwort
von Nightwish80, 2

Hallo,

hmm...ich finde eine Reise ist etwas tolles. Egal wohin sie geht und ich bin ein mensch der gerne erzählt. Ich zeige dann meine Fotobücher und erzähle etwas dazu. Am Wochenende hat mir eine Freundin Bilder von Ihrem Seychellen Urlaub gezeigt. War super, so kann man von unterschiedlichen Reisstilen erfahren, Bilder von Ländern sehen, die man vielleicht so noch nicht auf dem Schirm hatte. Ich habe keinen Reiseblog und fange auch keinen an. Bevor ich irgendwohin Reise, wo ich noch nicht war, lese ich gerne zur Vorbereitung Reisebrichte usw.

Grüße

Antwort
von demosthenes, 1

Wenn ich eine längere Reise gemacht hatte, dann zeige ich - bei Interesse - oft "noch" Photos oder halte auch mal (mit Photos) Vorträge vor grösserem Publikum.

Das halte ich keineswegs für altmodisch.

Ein Reiseblog würde ich eher nicht schreiben, denn einmal habe ich unterwegs besseres zu tun und zweitens war ich schon oft an Stellen unterwegs, an denen es keinen Handyempfang und schon gar kein WLAN gegeben hatte.

Kommentar von Roetli ,

Man könnte ja auch Texte während der handy- und WLAN-losen Zeit schreiben und später erst mit oder ohne Fotos hochladen :-)

Kommentar von demosthenes ,

Das könnte man zwar, aber auf Reisen hätte ich dazu wenig Lust.

Antwort
von RomyO, 1

Hallo,

hier

http://www.reisefrage.net/frage/stellt-ihr-zu-euren-urlauben-reiseberichte-onlin...

findest Du vielleicht ein paar interessante Antworten.

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