Frage von apfelesser, 56

Was zur Malariaprophylaxe zu empfehlen?

In einigen Monaten geht es nach Afrika in den Urlaub. Leider ist es so, das man ja dort wegen malaria aufpassen sollte.... Wie kann man sich vor Malaria schützen und ist es zu empfehlen als Vorbeuge ein Medikament zu sich zu nehmen um nicht krank zu werden?

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Antwort
von Caveman, 54

Eine medikamentoese Vorbeugung gegen Malaria macht man heute eigentlich nur noch, wenn man in "Malariagebiete" ohne ausreichende medizinische Versorgung reist. Solche Gebiete sind heutzutage ziemlich selten, in Afrika duerfte es aber durchaus noch ein paar geben.

Es kommt jetzt also darauf an, wo genau du hin reisen wirst und welche Malariaart(en) dort auftreten. Auch die Jahreszeit kann eine Rolle spielen. Selbst wenn in den von dir zu bereisenden Gebieten eine medikamenttoese Vorbeugung angeraten sein sollte (weil eben keine ausreichende medizinische Versorgung gewaehrleistet bzw. nicht innerhalb von 48 Stunden erreichbar ist), kommt es immer noch darauf an, vor welche(n) Malariaart(en) du dich ueberhaupt schuetzen musst.

Antwort
von mona26, 55

Hier wurden ja schon einige Antworten geschrieben, ich würde mich da auch mal bei einem Tropenmediziner schlau machen in diesem Fall, oder eben bei einem Arzt der sich auch "Reisen" spezialisiert hat. Hier wurde das Mittel Doxycyclin genannt, fraglich ob das so sinnvoll ist. Infos: http://www.holland-apotheke.com/doxycyclin/ Ich denke die Frage ist einfach zu kompliziert um sie hier genau beantworten zu können, da viele Faktoren wichtig sind, um so eine Frage richtig beantworten zu können.

Antwort
von ManiH, 55

Du schreibst ganz allgemein, dass du nach Afrika in Urlaub gehst. Wichtig ist hierzu auch wo du bist, also in welchem Land dort und was willst du vor Ort unternehmen z.B. Safari oder ähnliches. 

Ich empfehle dir wenn möglich, eine Beratung durch ein in deiner Nähe befindliches Tropeninstitut. Kannst du im Internet herausfinden! Du kannst das auch telefonisch erledigen, sie sind nach meiner Erfahrung sehr freundlich und hilfsbereit. Es wird dir auch nur das wirklich notwendige an Vorsorge empfohlen. Manche anderen Ärzte empfehlen da auch gerne schon mal etwas mehr (Privatleistung).

Einen guten Reisemediziner würde ich als 2.Möglichkeit empfehlen. 


Kommentar von ManiH ,

Vergessen habe ich zu erwähnen, du solltest besonderst am Abend lange Hosen und lange Ärmel tragen. Ein gutes Mückenschutzmittel wäre nicht verkehrt, gibt es auch ökomässig in Apotheken, vielleicht auch Drogerien.

Lass dich einfach mal beraten und/oder schau mal bei Ökozeitschriften nach, dort werden auch gute Produkte empfohlen. 

Kommentar von Caveman ,

Nur abends lange Hosen und lange Aermel schuetzt zwar ein wenig vor Malaria, nicht aber auch vor Dengue. Die Dengue Uebetrtraegermuecken sind naemlich auch tagsueber aktiv und Dengue duerfte inzwischen auch ein weit groesseres Uebel als Malaria sein.

Kommentar von ManiH ,

Zur Info über Dengue-Fieber

http://de.m.wikipedia.org/wiki/Denguefieber

Kommentar von ManiH ,

und zum Kommentar mal ein Link aus der Suchfunktion oben rechts, dort kannst auch mal stöbern

https://www.reisefrage.net/suche?q=Mückenmittel+

Antwort
von HeMat, 51

Die Beratung durch einen Arzt für Reisemedizin oder das nächstgelegene Institut für Tropenmedizin ist dringend zu empfehlen. Zumal die entsprechenden Medikamente meines Wissens sowieso rezeptpflichtig sind.

Kommentar von ManiH ,

Auch Ich rate dringend nur den Aussagen der Tropeninstitute oder der Tropen- bzw Reisemediziner zu vertrauen! Sie sind immer mit der gerade aktuell erforderlichen medizinischen Prophylaxe- oder Behandlungsmedizin der verschiedenen Länder und Regionen z.B in Afrika vertraut. 

Die von verschiedenen Usern mehrfach und unterschiedlich geäusserten Laienmeinungen hier,  sind zwar äußerst interessant, aber leider wenig hilfreich. 

Antwort
von Penguin8, 51

Malariaprophylaxe ? Das ist ja schon ein philosophisches Thema. Resochin wirkt uebrigens gegen die zwei schlimmsten Varianten der Malaria nicht mehr. Und ich habe mir - trotz sorgfaeltiger Einnahme von Lariam - inclusive heftigster Nebenwirkungen - Malaria Tropicalis eingefangen. Aber alle Aerzte erklaerten, dass ich es ohne die Prophylaxe nicht ueberlebt haette. Mit der Nachbehandlung hatten sie keine Probleme. Was mir eingehaemmert wurde: Die Prophylaxe unbedingt bis 6 Wochen nach Verlassen des Malariagebietes weiternehmen, da die Erreger bis zu sechs Wochen danach aktiv werden koennen. Der Hauptgrund der Proteste gegen die - unverhaeltnismaessig teuren Mittel ist die - abgesprochene - Abzocke durch die Farmakonzerne. In manchen Laendern gibt es gleichwertige Produkte fuer ein paar Dollar. Z.B. ein Produkt, das in Thailand hergestellt wird, und auf die unterschiedlichen Malariavarianten abgestimmt ist. Die von dem Kolumbianischen Arzt Dr. Manuel Elkin Patarroyo entwickelte, sehr wirksame Schluckimpfung, die nur zwei Mal verabreicht werden muss und lebenslange Resistenz gegen Malaria bildet, wurde von der internationalen Pharma-Mafia verboten, da es, da nur ein paar Cents kostet, die Gewinne einbrechen liesse. Da nimmt man in Kauf, dass jedes Jahr weiterhin ein paar Millionen an Malaria sterben. (An Denque Fieber sterben "nur" ein paar Handvoll. Da lohnt sich offensichtlich die Entwicklung eines Mittels nicht. Unglaublich !)

Kommentar von ManiH ,

Lies mal die Beiträge von Roetli und Cavemann eine Prophylaxe gegen Malaria ist heute nicht mehr üblich, Gründe wurden auch genannt. Nur noch für ganz bestimmte Gebiete findet diese Behandlung noch Anwendung! 

Daher ist der beste Rat sich bei einem Tropeninstitut oder einem Tropenarzt/Reisemediziner die entsprechende Auskunft für das zutreffende Reisegebiet nach den neuesten Erkenntnissen und Behandlungsmethoden einzuholen!! 

Kommentar von Penguin8 ,

Der Arzt, der behauptet, eine Malariaprophylaxe ist nicht mehr noetig, gehoert sofort seines Standes enthoben. Keiner der mindestens ein Dutzend Tropenmediziner, mit denen ich zu tun hatte, hat so etwas behauptet. Und ich schicke JEDEN meiner Kunden, die ich in Malariagebiete buche, zu einem Tropenmediziner. Falls einer mit dieser Antwort zurueckkommt, wuerde ich sagen: Geh nochmal zur Sicherheit zu einem Anderen ! War aber bisher nicht noetig. Es sterben jedes Jahr immer noch Millionen an Malaria. Warum wohl ? Eine Ansteckung mit Tropicalis ist fuer einen Europaer in 80 % der Faelle toedlich. Da hilft keine Nachbehandlung mehr. Und Tropicalis breitet sich in Africa immer mehr aus, und hat schon auf Teile Asiens uebergegriffen. Im Falle der in Suedamerika, Sri Lanka und in Indien vorherrschenden milderen Formen ist ein Aktivmittel wie Halfan II - ohne Prophylaxe - ausreichend.

Kommentar von Roetli ,

Dann ist es ja gut, daß Reiseveranstalter(?), Reisebüros(?), Reiseleiter(?) oder dgl. klüger sind, als z.B. das international renommierte Robert-Koch-Institut (dem die seriösen deutschen Tropenmediziner in aller Regel folgen!):

"...sollte in der Regel die therapeutische Dosis eines Medikaments mitgeführt werden, das bei malariaverdächtigen Symptomen und buy cialis overnight delivery nicht erreichbarer ärztlicher Hilfe eingenommen wird (notfallmäßige Selbstbehandlung oder "Standby"). Dies sollte jedoch nur eine Notfallmaßnahme bis zum Erreichen ärztlicher Hilfe darstellen.

Die medikamentöse Vorbeugung (Chemoprophylaxe) der Malaria ist erschwert durch die Verbreitung von Resistenzen, die - nach Region und viagra buy now Ausmaß unterschiedlich - bereits gegen jedes der zur Verfügung stehenden Antimalariamittel möglich sind.

Die konkrete Empfehlung über die Art der Malariaprophylaxe muss anhand des Reisezieles sowie der Reisezeit, der Reisedauer und des Reisestils vom Tropen- und/oder Reisemediziner individuell getroffen werden, unter Berücksichtigung von Vorerkrankungen, Unverträglichkeiten , Medikamenteneinnahme u.a.m

Antwort
von susse, 45

Ich würde mich einfach mal beim Arzt erkundigen und beraten lassen. Ist wohl der schnellste Weg!

Kommentar von mona26 ,

Würde ich auch meinen

Antwort
von hauseltr, 44

Lies Dich mal über Doxycyclin schlau!

Doxycyclin von der WHO und der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e. V. (DTG) zur Malariaprophylaxe empfohlen, auch wenn es in D nicht für diesen Zweck freigegeben ist.

Kommentar von ManiH ,

Es handelt sich dabei um ein hochwirksames Antibiotikamittel, welche wie allgemein bekannt nicht ohne Not eingesetzt werden sollten. Auf jeden Fall ärztlichen Rat vom Tropeninstitut od Reisemediziner einholen.

Hier mal der Beipackzettel mit Erklärung zu den Nebenwirkungen

http://www.apotheken-umschau.de/do/extern/medfinder/medikament-arzneimittel-info...

Doxycyclin ist zur Prophylaxe der Malaria tropica in Gebieten mit Multiresistenzen geeignet und wird von der WHO für einige Regionen empfohlen.

In Deutschland ist Doxycyclin für diese Indikation nicht zugelassen und kann nur als sog. Off-Label Use verordnet werden. 

Als häufigste Nebenwirkung tritt eine Photosensibilität auf, so daß direkte Sonnenbestrahlung während der Einnahme vermieden werden sollte, was in tropischen Gebieten naturgemäß eine große Einschränkung ist. 

Seltene Nebenwirkungen sind Augenhintergrundsveränderungen und erhöhter Hirndruck, vor allem bei übergewichtigen Frauen. Bei Sehstörungen und Kopfschmerzen muß das Medikament sofort abgesetzt werden. 

Kommentar von ManiH ,

Im Link zu Doxycyclin und anderen Malaria-Arzeneimitteln, kannst du nachlesen, dass es ""unterschiedliche Mittel für unterschiedliche Regionen (Malariagebiete)"" gibt.

http://tropeninstitut.de/malaria/schutz.php

Wir kennen z.B Malarone und auch Resochin. 

Kommentar von hauseltr ,

Als häufigste Nebenwirkung tritt eine Photosensibilität auf

Komischerweise habe ich das noch nie an mir bemerkt. Warum? Die neuen Doxycyclin Präparate sind besser als die von früher, nur das Märchen mit der Photosensibilität hält sich hartnäckig.

Zu den bekannten Nebenwirkungen von Resochin zählen: Übelkeit, Durchfall, Erbrechen, Augenprobleme, Hornhautprobleme, Kopfschmerzen, neurologische Störungen wie Schwindel, Müdigkeit oder gar Halluzinationen. Wechselwirkungen sind zum Beispiel mit MAO-Hemmern, Medikamenten gegen Gicht oder Kortison und einigen Antibiotika bekannt. Auch Penylbutanzon, ein bekannter Wirkstoff in Schmerzmitteln kann Wechselwirkungen mit Resochin hervorrufen.

Malarone ist ein Standby-Medikament und daher nicht empfehlenswert, die Wirkung ist umstritten.

Lariam z.B. hat Leute in den Selbstmord getrieben.

Kein Medikament ist ohne Nebenwirkungen. Die Ärzte in Afrika schlagen die Hände über dem Kopf zusammen, wenn Kranke kommen, die sich trotz Hammermedikamenten die Malaria eingefangen haben, weil sie dann fast machtlos sind, was die Behandlung betrifft.

Kommentar von Roetli ,

Genau deswegen ist eine sog. Prophylaxe (vorbeugend schon ein Medikament einnehmen), egal mit was auch immer, immer die verkehrte Wahl! Dewegen nämlich "Schlagen die Ärzte in Afrika (und nicht nur dort!) die Hände über dem Kopf zusammen, wenn Kranke kommen,die sich trotz Hammermedikamenten die Malaria eingefangen haben, weil sie dann fast machtlos sind, was die Behandlung betrifft." Das einzig sinnvolle ist ein Standby-Medikament, das bei begründetem Verdacht auf eine Malaria-Infektion eingenommen werden sollte - entweder wenn keine Klinik oder Arzt innerhalb kurzer Zeit zu erreichen ist oder "der Arzt schlimmer aussieht, als die Krankheit werden könnte (Zitat meines Tropenarztes). Ansonsten kann von den Medizinern vor Ort ein Test gemacht werden und bei positivem Ergebnis weiß man dort, welche Resistenzen bestehen und gibt dann das richtige Medikament!

Eine Eigentherapie mit einem Antibiotikum zu empfehlen, das mit gutem Grund für diese Art der Anwendung in Deutschland nicht zugelassen ist, grenzt an Fahrlässigkeit!

Kommentar von ManiH ,

Danke Roetli, ich stimme dir zu, dein Kommentar entspricht voll meiner Meinung. 

Kommentar von ManiH ,

Die angegebenen mir bekannten Medikamente, sollten keine Empfehlung sein!! 

Wie bereits erwähnt, vertrauen wir nur Aussagen vom Tropeninstitut und hier ist zudem wichtig "wo der Fragesteller seinen Urlaub verbringt" und danach werden dann auch ""unterschiedliche Arzneimittel"" empfohlen! 

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