Frage von flyingfox2, 24

Tipps für Tierschutzprojekt in Afrika gesucht :)

Hi zusammen

Ich möchte gerne in ca. einem Jahr nach Afrika um an einem Tierschutzprogramm teilnehmen. Überlegt habe ich mir Südafrika, am besten in der nähe vom Meer. Jedoch habe ich vor kurzem gehört das solche Projekte Sehr touristisch sind.. was ich eigentlich auf keinen Fall möchte.. Hat jemand Erfahrung mir solchen Projekten und kann mir kurz einige Tipps geben? Ich kenne Afrika gar nicht, und weis deshalb auch nicht welche Länder am schönsten, sehenswertesten und auch gefährlichsten sind. Was ist ausser Südafrika zu empfehlen? Wo sind die Menschen am freundlichsten? Und bei welchen Tierschutzprojekten kann ich wirklich etwas bewirken ausser die Tourismus-Kasse zu füllen.

Freundliche Grüsse Flyingfox

Antwort
von Wumbaba, 15

Dass diese tierschutzprojekte eine tourismus-komponente haben liegt einfach daran, dass sie so ihren wirtschaftlichen betrieb sicherstellen und ausbauenn können.

An deinem eigenen interesse dort mitzuarbeiten siehst du ja schon, dass es menschen gibt, die gerne die erfahrung machen wollen in solchen tierschutzprojekten mitzuarbeiten. In praktisch allen projekten ist das möglich, allerdings gegen bezahlung.

Wenn man sich z.b. die bezahlten stellen bei solchen projekten anschaut, wie etwa hier http://www.africanconservation.org/jobs , dann sieht man schnell, dass für diese stellen richtige qualifikationen und erfahrungen im veterenärmedizinischen bereich, im projektmanagement oder im marketing mitgebracht werden müssen.

An den stellenausschreibungen kann man auch gut die mechanik dieser projekte ablesen: Um den tierschutz effektiv zu betreiben brauchen sie qualifizierte mitarbeiter die richtige gehälter kosten. Um diese zahlen zu können brauchen sie neben spenden und mittel aus internationalen förderprogrammen auch die einnahmen aus den volunteer-programmen, wo leute wie du gerne mal 2-12 wochen in den projekten mitarbeiten wollen. Die tourismus-kasse die du füllst ist schlicht teil des erfolgs der projekte, denn sie bezahlen die leute die da arbeiten.

Aus der sicht des managements für ein solches tierschutzprojekt, stellt sich zudem schnell die frage wie sehr zufällig zusammengewürfelten gruppen an volunteers, die für ein paar wochen on and off dabei sind, überhaupt eine qualifizierte hilfe für das projekt sind. Im zweifel machen sie wenigstens soviel arbeit wie sie beitragen und helfen dem projekt nur wenn sie für die zeit und ihre erlebnisse dort auch etwas bezahlen.

Unterm strich: fürs teilnehmen als unqulifizierter volunteer mit erlebnisdrang musst du etwas bezahlen bei den tierschutzprojekten in Afrika, als teil der bezahlten belegschaft musst du entsprechende qualifikationen mitbringen und oft die wenig romantischen aber relevanten aufgaben übernehmen (Finance and Administration, Logistics, Marketing, Conservation and Environmental Education, etc.). Für die direkte arbeit mit tieren braucht man praktisch durchgängig wenigstens einen abschluss in Biologie und / oder Zoologie oder ähnliches.

Antwort
von Sannemann, 17

Wirklich sinnvolle Arbeit leisten kannst Du in solchen Bereichen, wenn Du hochqualifiziert und am besten noch spezialisiert bist, ob nun als Ingenieur oder Biologe oder was auch immer gebraucht wird. All diese anderen Volunteerprogramme dienen dazu, Menschen gegen hohe Bezahlung interessante Erfahrungen zu ermöglichen, die helfen, die eigentlichen Umweltschutz- oder Forschungsprojekte der Organisation zu finanzieren. Eigentlich ist so eine Teilnahme daran nichts anderes als eine hohe Spende, für die man eine mehr oder weniger sinnvolle Gegenleistung erhält in Form von geführten Tauchgängen oder Wildniswanderungen, bei denen man dann pseudomäßig etwas zu tun bekommt und das Gefühl hat, irgendwie mitgeholfen zu haben. Das kann eine tolle Erfahrung sein, man lernt sicher auch eine Menge dabei und ganz sinnlos ist das sicher auch nicht, was man da tut.

Ich kenne einige solcher Programme auf den Seychellen, da geht es dann meist um Korallenmonitoring und solche Sachen. Die Leute, die daran teilgenomnen haben, berichten von einer tollen Zeit, vor allem auch durch die vielen Kontakte, die man beim gemeinsamen Wohnen mit Menschen aus aller Herren Länder so knüpft. Gestellt wird zumeist Unterkunft und wenn man Glück hat teilweise Verpflegung, manchmal aber auch nicht mal das. Ein solches Programm auf den Seychellen kostet Dich bei eigener Anreise für 5-6 Wochen gut 3500 Euro oder mehr. Es ist eben so eine Art Aktivurlaub. Links habe ich gerade keine zur Hand, aber falls es Dich interessiert, kannst Du mal nach Turtle Monitoring Curieuse oder Nature Seychelles.org googeln. Es gibt überhaupt einige Organisationen, die ganz gezielt solche Volunteerprogramme weltweit vermitteln und dafür auch noch eine anständige Vermittlungsgebühr nehmen.

Die Seychellen als Land kenne ich gut und könnte ich für so ein Unternehmen empfehlen. Die Organisationen, also Nature Seychelles.org, sind seriös und professionell, das Land nicht gefährlich und die Menschen im allgemeinen sehr freundlich.

Antwort
von Juelchen, 14

Hi zurück, meine Freundin war mit Praktikawelten in Südafrika. Die haben da zig Tierprojekte, auch im Tierheim und so. Kannst da ja mal nachfragen. Liebe Grüße, Jule

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