Frage von flickflack33, 85

Reise nach - und rund um New Orleans

Mal angenommen, man fliegt im August nach New Orleans, hat 3 Wochen Zeit, möchte die Stadt erkunden aber auch mehrtägige Ausflüge machen, ist das erste Mal in den Staaten und will daher auch das bisher nur aus dem Fernsehen bekannte "Amerikanische" live erleben (bitte an dieser Stelle nicht prügeln, ob es das TV-Klischee überhaupt gibt, sei dahingestellt); liebe Amerika-Reisende, liebe Kenner dieser Ecke der USA - ich freu mich über Tipps und Erfahrungen!! :-) Danke!

Antwort
von Roetli, 72

Also der August ist meines Erachtens der denkbar schlechtest Monat zum Erkunden für diese Ecke der USA - unerträgliche Schwüle mit bis zu 90% Luftfeuchtigkeit und Temperaturen deutlich jenseits der 30° machen 'Sightseeing' in jeder Form zu Schwerstarbeit! Dazu kommt, daß gerade New Orleans und Umgebung so ziemlich das 'unamerikanischste' in den Staaten überhaupt ist!

Gleichwohl ist es ansonsten ein hervorragender Teil der USA, wo man allerdings eher mehr der französischen oder zumindest Südstaaten-Zeit nachspüren kann! Die Stadt selbst gibt viel her für 4-7 Tage, wenn man sich nicht nur im French Quarter bewegen will! Dieses Viertel und die unmittelbar anschließenden sind hervorragend geeeigent zum Anschauen der teilweise wunderschön restaurierten Häuser in diesem ganz besonderen Stil, für Live-Musik in unzähligen Lokalen schon ab dem frühen Nachmittag und dem Erkunden der unterschiedlichen Museen oder auch Woodoo-Shops der Stadt! Eine Fahrt mit der berühmten Straßenbahn, ein Schlendern über die unterschiedlichen Friedhöfe mit ihren oberirdisch angelegten Gräbern, ein Bummel entlang des Flusses mit einem schönen Picknick irgendwo, lassen einen darüber hinaus auch noch in das dort herrschende 'laissez faire' und damit verbundene ganz eigene Lebensgefühl gut eintauchen!

Ausflüge lohnen sich entlang der 'River Road'/Plantation Alley zu den alten Herrenhäusern der früheren Baumwoll- und Zuckerrohrplantagen - in einigen kann man heute ganz stilvoll (mehr oder weniger teuer) auch übernachten (originales Cajun-Essen inbegriffen!). Auch ein Trip durch die Sümpfe und die 'Bayous' rund um die Stadt ist mehr als interessant und empfehlenswert.

Baton Rouge, die Hauptstadt von Louisiana, gibt nicht so sehr viel her - das Capitol dort (das höchste der vereinigten Staaten!) ist jedoch sehenswert (und von der obersten Plattform hat man einen herrlichen Blick über die Stadt, den Fluss und das Umland) das gut gemachte Museum im Old Louisiana State Capitol auch und auch das gegenüberliegende Shaw Center of the Arts.

Nicht weit von Baton Rouge ist Avery Island, die schärfste Insel der Welt - dort ist die Heimat der Tabasco-Fabrik! Die meisten Leute in Luisiana sagen zwar, daß es deutlich bessere Chilisaucen gibt (meist welche nach geheimem Familienrezept :-)), aber anzuschauen lohnt sich die Tabasco-Fabrik allemal - dazu aber auch die vielen kleinen Städtchen am Rand des Wegs (Lafayette, Plaquemine (Natchez-Ausgrabungen!), New Iberia etc.) lohnen, schon allein wegen der Creolen-Architektur!

Es gibt darüber hinaus noch mehr - die Tourist Infos in den Städten geben gerne Hilfestellung!

Kommentar von Wumbaba ,

Solide antwort! Die warnung vor der reisezeit würde ich ernst nehmen. Für wetterdaten übers jahr, schau mal hier http://weatherspark.com/averages/31029/New-Orleans-Louisiana-United-States . Ich war zu ähnlichen bedingungen letztes jahr im Juli in Savanah, Georgia, und obschon machbar, hat sich der ganz grosse genuss und die grosse entspannung beim sightseeing tagsüber nicht eingestellt.

Antwort
von Michael9, 62

Es gibt so viel zu sehen im Süden, drei Wochen für die STadt sind zu viel. Ausflüge bedeuten ja, dass du immer abends zurück kehrst. Würde eher eine Rundreise planen.

Kommentar von flickflack33 ,

und welche Stationen würden sich da anbieten?

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