Frage von liebus, 8

Rail und fly fällt wegen Streik aus

Wir reisen am 23.11. in die Türkei. Abflug ab Leipzig. Heimatort ist Dresden. Rail and Fly ist Teil des Reisevertrages. Wenn die Lokführer streiken müssen wir auf Bahn oder PKW ausweichen. Was ist besser ?( PKW oder Taxi) Wer bezahlt die zusätzlichen Kosten ( auch Parkplatz)

Vielen Dank

Antwort
von Caveman, 7

Auf den zusaetzlichen Kosten wirst du wohl sitzen bleiben weil ein Streik der Lokfuehrer ausserhalb des Einflussbereiches des Reiseveranstalters liegt (anders waere es nur bei einem Streik seiner eigenen Mitarbeiter).

Antwort
von AnhaltER1960, 8

mhmmm. tricky.

Rail & Fly ist zwar Teil des Reisevertrages, damit haftet der Veranstalter auch für Zugverspätungen/Zugausfälle. Im Falle von Streik greift das aber möglicherweise nicht - höhere Gewalt (wie kann etwas höhere Gewalt sein, wenn es von Menschen verursacht wurde ? Aber das nur am Rande - sollen Juristen sich mit rumschlagen).

Flughafenzubringer ist sicher eine gute Idee, wenn das angeboten wird.

Ansonsten schau mal auf Fernbusse. Es fahren etwa ein Dutzend Busse über den Tag verteilt Dresden - Leipzig (Hauptbahnhof). GuggstDuHier: www.busliniensuche.de und gibst Deine Daten ein. Ich habe das eben abgefragt, Preise liegen derzeit bei 5 Euro pro Person (die variieren aber je nach Verfügbarkeit von Kontingenten). Von Leipzig Hbf kann man mit Strassenbahn und Bus zum Flughafen kommen, wenn die S-Bahn streikbedingt nicht fährt, dauert halt länger. Oder Taxi.

Wenn das mit den Fahrtzeiten hinkommt, wäre es eine Alternative bzw. eine Rückfallposition, die Ihr verfallen lassen könnt, wenn der Zug fährt. 5 Euro pro Nase wären dann quasi die Versicherungsprämie gegen Streikfolgen. Imho ein überschaubares Risiko.

Kommentar von AnhaltER1960 ,

ich seh gerade, sonntags fährt der Bus zum Flughafen nicht. Innerhalb Leipzigs also Taxi.

Kommentar von Caveman ,
wie kann etwas höhere Gewalt sein, wenn es von Menschen verursacht wurde ?

Juristisch definiert Rechtswoerterbuch.de "hoehere Gewalt" so: "Höhere Gewalt liegt vor, sobald ein betriebsfremdes, von außen durch Naturkräfte oder durch Handlungen Dritter herbeigeführtes Ereignis eintritt, das nach menschlicher Einsicht und Erfahrung nahezu unvorhersehbar ist und auch durch den Einsatz äußerster Sorgfalt nicht verhindert werden kann." > http://www.rechtswoerterbuch.de/recht/h/hoehere-gewalt/

Kommentar von AnhaltER1960 ,

Danke für die Weiterbildung. Dann sehe ich das sofort ein.

das nach menschlicher Einsicht und Erfahrung nahezu unvorhersehbar ist

Menschliche Einsicht ist bei der GDL in der Tat unvorhersehbar.

Kommentar von ManiH ,

Lustig ;-0)

Antwort
von ManiH, 4

Da wir etwas weiter ab vom Flughafen wohnen, kennen wir auch dieses Problem.

Wenn wir nicht das Glück haben, dass uns liebe Freunde oder Jemand aus der Verwandschaft fährt, dann Buchen wir die Hin- und Rückfahrt bei einem Flughafenzubringer. Das ist immer noch günstiger, als eine Taxe oder mit dem eigenen Pkw zu fahren und sich dem täglichen Stress auf der Autobahn auszusetzen. Ausserdem die Parkkosten sind sehr hoch und die Gefahr der Entwendung des Fahrzeugs ebenfalls.

Auch ist das für uns viel bequemer, als zu erst mal mit dem Gepäck mit Bus oder Strassenbahn in die Stadt zum Bahnhof, dann mit der S-Bahn nach Frankfurt, je nach Uhrzeit auch mit hohem Berufsverkehr ohne Sitzplatz.

Ne, ne da lohnen sich die Kosten des Flughafenzubringers, habe Hilfe beim Gepäcktransport, das Gepäck passt bequem in den Kofferraum des Wagen bzw Kleinbus und ich werde vor der Haustüre abgeholt.

Da beginnt dann schon der Urlaub!!

Im übrigen STREIK gilt als höhere Gewalt ;-) also nix mit Kostenerstattung!!

Kommentar von Caveman ,
Im übrigen STREIK gilt als höhere Gewalt

Nicht grundsaetzlich sondern nur, wenn der Streik vom Vertragspartner nicht abgewendet werden konnte. Streikt sein eigenes Personal, kann er den Streik aber abwenden, indem er auf dessen Forderungen eingeht.

Da hier der Reiseveranstalter jedoch den Streik der Lokfuehrer nicht abwenden kann, sind Schadensersatzansprueche gegen ihn ausgeschlossen. Er hat allerdings auch keinen Anspruch auf Verguetung fuer den nicht erbrachten Teil der Leistung (der Fragesteller braucht den auf "Rail & Fly" entfallenden Teil des Reisepreises nicht zu zahlen).

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