Eine Bekannte hat einen Brieffreund in Brasilien, die zwei schreiben sich schon seit gut einem Jahr. Jetzt schreibt der Brasilianer, seine Mutter sei krank und benötige Geld für eine teuere Operation. Wie reagieren?

Liebe/r mediterra,
reisefrage.net ist eine Ratgeberplattform rund um die Themen Reise und Urlaub. Bei Beziehungs- und Vertrauensfragen, wie der von Dir gestellten, hilft Dir sicherlich die Community von gutefrage.net gerne weiter.
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Vielen Dank und viele Grüße,
Lisa vom reisefrage.net-Support

... ganz ehrlich - ich glaube solche Geschichten einfach nicht, es ist einfach zu verlockend die Leute im reichen Westen abzuzocken..... Vielleicht denkt sie auch, es ist ja bald Weihnachten, da schicke ich einfach mal 100.-- Euro - aber damit tritt sie vermutlich eine Lawine los und wenn man das erst mal angefangen hat, kann man noch schlechter nein sagen........ Ich würde auf gar keinen Fall Geld schicken, so leid es mir tut

Welch merkwürdiger Zufall, dass diese notwendige Operation ausgerechnet in die Vorweihnachtszeit fällt, wo wir doch alle etwas sensibilisiert sind und schenken leichter fällt....
Auf gar keinen Fall sollte Deine Freundin Geld schicken !!! Da kann ich mich den anderen nur anschliessen. Auch Bezness via Brieffreundschaft ist ein einträgliches Geschäft ( so kann man parallel und voeinander unbemerkt gleich mehrere Personen um geld bitten ) - leider ist das in vielen Ländern inzwischen gang und gäbe...das ging früher über Briefpost, inzwischen wohl eher über Instant-Messenger und diverse Chats und Email...man schreibt sich lange Zeit und dann plötzlich passiert etwas und Geld wird benötigt... spätestens dann weiss man, dass man von vornherein nur Ziel einer geplanten Aktion zwecks Geld war....
Sorry, so leid es mir tut, aber in so einem Fall kann man zu 99,99% davon ausgehen, dass finanzielle Interessen im Vordergrund stehen...es ist leider wirklich inzwischen Alltag und wird ständig praktiziert...
kein Geld schicken, nicht hinfliegen, Kontakt abbrechen...so schmerzhaft es ist....
Lieben Gruss und alles Gute !!!

Ich kann nur raten: Finger davon lassen. Die Nigeria-Connection verfährt nach einem ähnlichen Prinzip. In der Regel sieht man das Geld nie wieder. Ich möchte natürlich nicht ausschliessen, dass es in diesem einen Fall wahr ist. Aber in der Regel läuft es so ab, dass eine Beziehung (welcher Art auch immer) aufgebaut wird und dann kommt ein ominöser Grund, weshalb viel Geld benötigt wird.
Auch ich sehe, zu meinem bedauern, die Chance eines kommerziellen Hintergrundes als sehr hoch an. Wenn man vor Ort wäre, könnte man die Angelegenheit noch verifizieren, über den Ozean hinweg klappt das nicht. Deshalb Finger weg, weitere Briefe werden nach einem "Nein" wohl ausbleiben....

Solche "Geschichten" gibt es zu Tausenden. Mal ist ein Kind krank, dann ist das Haus abgebrannt. Als nächstes ist das Auto kaputt, mit dem den Unterhalt für die Familie verdienen muss. Dann droht Gefängnis, obwohl man unschuldig ist. Aber ohne sofortige Zahlung kommt man in den Knast.
Das was Du beschreibst scheint mir ein Fall von "bezness" zu sein. Google doch mal den Begriff.
Ich würde Deiner Bekannten raten diese "Brieffreundschaft" schleunigst zu beenden.

Ich weiß nicht, ob du da in diesem Forum richtig bist. Da bräuchtest du wohl eher ein Beziehungsratgeberforum als eine Reiseplattform... Ich würde zunächst einmal sagen, dass wenn ihr euch seit einem Jahr schreibt und du ihn vorher ja bestimmt auch persönlich kennen gelernt hast (sonst wäre die Brieffreundschaft ja nicht zustande gekommen), kannst du ihn um einiges besser einschätzen als wir, die außer seiner Nationalität nichts über ihn wissen. Ganz unabhängig von der Frage, ob Brasilien nun ein Entwicklungsland ist und die Menschen daher leichter verführt sind, vermeintlich reichen Europäern auch trickreich Geld abzuluchsen, wäre ich mit dem Schicken von Geld an Menschen, die nicht in meinem Familien- oder engen Freundeskreis sind, generell vorsichtig. Besonders wenn es sich um große Summen handelt. Und du scheinst ja auch ein komisches Gefühl zu haben, sonst hättest du die Frage ja nicht gestellt. Ich würde diesem Gefühl da zunächst vertrauen.
Schnute am 14. Dezember 2009 09:59 Oh, Pardon, hatte nicht gesehen, dass du für eine Bekannte fragst. Ändert am Inhalt zwar nichts, aber dann musst du natürlich die zweite Person in die dritte setzen ;-)