Frage von Sarah1988, 67

Ist die Route in Peru/Bolivien innerhalb von 23 Tagen machbar und ist eine Höhenanpassung möglich?

An- und Abreise ist von Lima aus.

Folgende Route haben wir: Lima - Paracas (Ausflug Islas Ballestas)-Arequipa (Colca Canyon 3 Tage Trek) - Titicacasee (Isla del Sol) - Tupiza (Uyuni Salzwüste 3 - 4 Tage - Machu Picchu - Flug von Cusco zurück nach Lima

Alle Wege außer der Flug möchten wir mit dem Bus zurücklegen (Inlandsflüge zu teuer).

Stellt sich die Frage, ob die Route mit einer Akklimatisierung möglich ist? Oder zu viel Höhenunterschiede und die Gefahr auf Höhenkrankheit? Fliegen nur nach Südamerika und hatten bisher, keine Erfahrung mit der Höhe!

Antwort
von Roetli, 54

Die Frage zur Höhenkrankheit kann Dir im Vorfeld niemand beantworten, denn jeder Mensch reagiert anders. Das ist weder eine Frage des Alters noch der Kondition etc. Ich habe schon junge, gut durchtrainierte Menschen die Emergencies dort aufsuchen sehen und ältere, untrainierte Menschen, so wie ich, haben ohne Höhenkrankheit mehrere Monate diese Länder in ständig wechselnden Höhen bereist.

Was aber so gut wie immer auftritt, ist große Müdigkeit. Nur ein bißchen kann man da mit Coca-Tee oder manchmal auch Sauerstoff aus Flaschen, was so gut wie überall in Hostels und Hotels kostenlos angeboten wird, gegensteuern. Von da her ist Dein Programm schon sehr ambitioniert. Du bewegst Dich ja auch ständig von Meereshöhe ganz nach oben in relativ kurzer Zeit - eine 'Anpassung', wenn überhaupt, bräuchte deutlich mehr Zeit. Ein kleiner Vorteil sind die geplanten Busreisen, da kann man sich etwas besser akklimatisieren als bei Flügen.

Lima liegt auf Meereshöhe und die Inseln sowieso. Direkt anschließend einen 3-Tage-Trek um den Colca Canyon einzuplanen, halte ich schon für gewagt. Es sei denn, Ihr bewegt Euch überwiegend am Boden der Schlucht. Oben sind es ja gleich über 3000m... Auch der Titicaca-See liegt auf etwa 3000m und die Uyuni noch darüber! Bei Machu Picchu gibt es eigentlich kein Problem, Aguas Calientes liegt gerade mal auf 2000m und die Ruinenstadt nur wenig darüber. Cusco ist dann allerdings wieder sehr hoch. Da mußt Du Dich halt überraschen lassen und notfalls schnell runter auf 'normale' Höhe. Nimm die Höhenkrankheit nicht zu leicht - ich habe eine junge Frau in La Paz sterben sehen, ihre Freundin konnte gerade noch rechtzeitig ins Tiefland geflogen werden. Laß Dich auf jeden Fall von einem Tropenarzt, der sich auch mit Höhenkrankheit auskennt, nochmal gründlich beraten!

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