Frage von hallertauer, 59

Ich suche eine Preiswerte Unterkunft für eine Nacht Durchreise Liechtenstein/Schweiz nach Italien

Fahrt von München über Bregenz - Liechtenstein - Schweiz E 35 nach Imperia in Italien, etwa auf der Hälfte nach ca 400 km wäre eine Übernachtung gut (2 Erw 2 Kinder). Es geht nur um die Übernachtung, kann das kleinste Dorf an der Strecke sein, schlafen und frühstücken und weiter gehts. Hat jemand ne Idee und Erfahrung?

Antwort
von Roetli, 54

Also, ich will Euch ja nicht kritisieren, aber Liechtenstein ist nur etwa 250 km von München entfernt und völlig easy komplett über Autobahn zu erreichen. Das etwas ambitioniertere Wegstück folgt dann erst durch Graubünden und das Tessin und dann durch die etwas langweilige Po-Ebene. Eine Übernachtung würde ich deswegen erst in Chur und Umgebung oder gar erst bei der Abfahrt über den Bernhardino oder dann im Tal einplanen. Die Preise dort dürften sich nicht viel nehmen mit denen in Liechtenstein.

Wir fahren von München nach Imperia immer durch, daher habe ich keine spezielle Empfehlung für Unterwegs-Übernachtungen. Je nach Jahreszeit sind aber gerade die Hotels etc. 'im kleinsten Dorf an der Strecke' lange vorher ausgebucht. Grundsätzlich kann ich aber die Pension von Familie Baschung 'Im Schloß' in Nufenen empfehlen - dort waren wir mal für eine Woche Ferien. Ob die allerdings auch Tagesgäste aufnehmen, weiß ich nicht.

In der Raststätte Bellinzona-Nord gibt es ein Mövenpick-Hotel (man muß von Norden kommend aber von der Autobahn runter, auf die Gegenrichtung und dann wieder eine Ausfahrt zurück, um dahin zu kommen) - die sind auf Tagesgäste eingerichtet, wahrscheinlich auch während der Saison verfügbar und haben sogar Familienzimmer.

Kommentar von hallertauer ,

Hallo Roetli, danke für die ausführliche Antwort. Darf ich gleich noch nachhaken - wenn Du Dich so super auskennst. Ich such das Ganze jetzt für meine Tochter mit zwei Schulkindern, sie wollen 22.00 Uhr nachts von Schweitenkirchen starten und ich hatte ihnen vorgeschlagen, diese Route zu nehmen (wir haben keine guten Erfahrungen über die Garda-See-Route gemacht), sie wollen keine doppelte Maut zahlen (A und CH), so also vor Bregenz runter, am Bodensee lang und dann auf die Schweizer Autobahn. Wäre es möglich, ein paar Fixpunkte zu nennen für die Strecke (oder ist "Maps") schon ideal? Manchmal gibt es ja dicke Stellen, die man umfahren könnte. Sie haben eine Unterkunft bei Imperia und wollen nun doch durchfahren (da Du schreibst, dass Ihr das auch so macht, scheint es nicht unmöglich zu sein). Allerdings ist es grad Ferienbeginn....Es soll am Freitag abend los gehen. Wäre schön, wenn Du noch bissel raten könntest....

Weiterhin habe ich mir Dein Profil angeschaut - wir liebäugeln mit einer Reise nach Oman - gibts noch eine andere Kontaktmöglichkeit?

Kommentar von Roetli ,

Ich empfehle dringend, nicht um 22 Uhr loszufahren, da dann die Müdigkeit voll zuschlägt, wenn es durch die langweiligste Strecke von Mailand südlich geht! Wir sind immer zwischen 3 und 4 Uhr morgens losgefahren - die Autobahn bis Bregenz geht easy, am Bodensee entlang ist es zwischen 4 und 5.30 Uhr noch leer und auch durch die kleinen Orte in der Schweiz (nicht nach dem Tunnel gleich auf die Autobahn, das ist noch Österreich und man braucht ein Pickerl!) bis zur ersten schweizerischen Autobahneinfahrt. Richtung Berge fährt man dann im frühen Morgen. Man entgeht so auch dem Gros der Reisenden, die erfahrungsgemäß entweder abends spät oder frühmorgens zwischen 5 und 6 erst in München etc. losfahren. In der Heidland-Raststätte zwischen Liechtenstein und Chur könnten Tochter und Familie die Frühstückspause einlegen. Über den Bernhardino dann hinab ins Tessin geht es im Hellen, damit man auch was sehen kann! Eine grandiose Landschaft, von der auch unsere Kinder immer begeistert waren. Bei schönem Wetter könnte man auch über die Passstraße fahren - eine tolle Landschaft, normalerweise ist da nicht viel los, durch den Tunnel geht es manchmal im Stop-and-Go-Verkehr an Wochenenden!

Durchs Tessin bis nach Mailand geht es über die Autobahn (kostet von Chiasso nach Mailand etwa 4€), die Umgehungsautobahn um Mailand ist kostenlos, erst bei der Auffahrt auf die A7 in Asago zieht man wieder eine Mautkarte. Da diese Autobahn aber voller Baustellen ist, wäre zu überlegen, ob man vor Mailand auf der A4 Richtung Novara fährt und danach erst auf die A26 Richtung Süden abbiegt. Die Fahrt durch Liguriens Berge zum Schluß ist zwar kurvig, aber wunderschön und das beste Mittel gegen evtl. aufkommende Müdigkeit. Die Küstenstraße ist normalerweise immer sehr befahren, an einem Samstag spätnachmittags geht es aber erfahrungsgemäß (es gibt auch keine wirkliche Alternative für die Anreise nach einem ganzen Tag Autofahrt) - und das blaue Meer entschädigt zumindest die Mitfahrer, der Fahrer sollte die Augen möglichst nicht von der (relativ schmalen) Autobahn nehmen!

Mittagessen gibt es zu moderaten Preisen in den italienischen Raststätten - auch leckere warme Gerichte, natürlich auch Kaffee, den für deutsche Verhältnisse sehr günstig! Die Autobahn dafür nicht verlassen, dadurch erhöht sich die Maut!

Wenn Ihr ADAC-Mitglieder seid, solltet Ihr Euch kurzfristig vor Abfahrt noch eine aktuelle Übersicht der Baustellen in Italien geben lassen...

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