Frage von Clodn, 21

Falschaussage im Reisebüro

Hallo, habe bei einer Reiseausschreibung für eine Kreuzfahrt angegeben, dass ein Personalausweis reicht. Bei der Kreuzfahrt wurde aber ein Reisepass benötigt.

In den Reiseunterlagen des Veranstalters stand zwar fett, dass ein Reisepass benötigt wird, aber das hat der Kunde natürlich nicht gelesen. So konnte er nicht aufs Schiff und musste wieder heim. Wie ist hier der rechtliche Stand der Dinge? Müssen wird den kompletten Reisepreis zurückzahlen. War mein Fehler, aber in den Unterlagen des Veranstalters stand es richtig drin. Danke für kurze Info

Support

Liebe/r Clodn,

erstmal herzlich willkommen bei reisefrage.net.

In unserer Community dreht sich alles ums Reisen und es werden Erfahrungen darüber ausgetauscht. Deine Frage hat jedoch nur bedingt mit diesem Thema zu tun und ist eine Frage zu rechtlichen Dingen. Wir bitten dich, es mit deiner Frage bei unserer Schwesterplattform gutefrage.net oder finanzfrage.net zu probieren.

Diese Frage wird geschlossen. Wir bitten um dein Verständnis.

Herzliche Grüsse

Holger vom reisefrage.net-Support

Antwort
von AnhaltER1960, 7

Verstehe ich das richtig, Du bist Mitarbeiter in einem Reisebüro und hast einen Kunden falsch beraten ?

Dann wende Dich an Deine Haftpflichtversicherung, die Du (oder Scheffe) ja für Vermögennschäden abgeschlossen hast, oder ? Versicherungsschutz umfasst im Normalfall auch eine anwaltliche Betreuung zur Abwehr von Forderungen Dritter. Und zu einem Anwalt musst Du. Nur der kann die komplexe Situation des hier geschlossenen Reisevertrages erfassen und die diesbezügliche Rechtslage einordnen, wenn es hart auf hart kommt.

Ich gebe Dir nur meine Privatmeinung: Was ist denn das für ein Reisebüro, das seinem Kunden sagt lies da und dort, ohne es selbst gelesen und/oder verstanden zu haben ? Der Kunde geht in ein Reisebüro eben wegen einer persönlichen Beratung und hat den berechtigten Anspruch, dass der Profi die auch korrekt gibt. Ich sehe die Verantwortung klar beim Reisebüro. Ja, Fehler können passieren und sie dienen dazu, zu lernen. Aber es ist unredlich die Folgen eines Fehlers auf den Dritten abwälzen zu wollen. Also: Unabhängig vom Juristenblabla oder sogar stattdessen: Den Kunden umgehend und grosszügig entschädigen Sonst seid Ihr nicht nur einen Kunden los, sondern, das spricht sich rum, einige.

Antwort
von reiserolf, 7

Hi,

der Reisevertrag kommt zwischen Kunde und Reiseveranstalter zustande. Hat der Reiseveranstalter auf seiner Reisebestätigung oder in den Reiseunteralgen auf die Notwendigkeit eines Reisepasses ausdrücklich aufmerksam gemacht, so trifft den Gast zumindest eine Mitschuld an dem Desaster. Genaue rechtliche Auskünfte dazu kann aber nur ein Anwalt, oder schlimmstenfalls ein Gericht, geben.

Frag Deine/n Chef/in ob das Büro eine Vertrauensschaden- Haftpflichtversicherung hat über die der Schaden reguliert werden kann. Ansonsten geh in Dich, bereue, lerne dazu, putz Dir den Mund ab und mach weiter. Fehler passieren, sind aber nur dann richtig blöd, wenn man daraus nichts lernt und keine Konsequenzen für sich zieht.

bye

Rolf

Kommentar von ManiH ,

Sehr gute Antwort lb reiserolf!!

Nur mal so nebenbei erwähnt, wir haben Reisepässe und diese meist, egal wohin wir reisen, immer dabei, genau wie den Personalausweis.

Sodass wir uns möglichst immer ausweisen können, reine Vorsichtsmaßnahme.

Antwort
von demosthenes, 5

Dem Kunden steht hier ja mindestens der volle Reisepreis zu - er konnte ja definitiv nicht reisen - und auch noch Schadensersatz für Anreise und "entgangene Urlaubsfreuden".

Kommentar von Blnsteglitz ,

den Kunden trifft doch aber mindestens eine Teilschuld- wenn es in den Unterlagen fett drin stand,er hätte sich vergewissern müssen - meine ich - was stimmt.

Kommentar von demosthenes ,

Theoretisch hast Du zwar Recht, aber wenn ein Kunde ins Reisebüro und sich dort von Profis beraten lässt?

Kontrollierst Du bei einer Inspektion Deines Wagens alles nach, was die Profis sagen und getan haben?

Persönlich traue ich keinem Reisebüro, weil ich im familiären Umfeld ein paar mal zu häufig erlebt habe, dass dort kapitale Fehler gemacht worden waren, recherchiere und buche deshalb lieber im Internet, und mache meine Fehler schlimmstenfalls selbst. ;-))

Kommentar von Blnsteglitz ,

Isch habe keine Auto... ;-)))

mache meine Fehler schlimmstenfalls selbst

da stimme ich dir voll zu

nichtsdestotrotz würde ich dem Kunden eine Teilschuld in diesem Falle (bitte nicht verallgemeinern) nicht absprechen.

Antwort
von ManiH, 5

Du bist hier im falschen Forum,

ich empfehle dir im eigenen Interesse dringend einen Fachanwalt für Reiserecht zu konsultieren und evtl. Auch für Arbeitsrecht, da ich nicht weis, ob und wie weit man dich persönlich (finanziell) für diese falsche Aussage belangen kann.

Ob du eine Abmahnung hinnehmen musst oder auch mehr??

Bist du für solche Fälle evtl, versichert? Dann melde es zügig deiner Versicherung.

Antwort
von Nightwish80, 5

Hallo,

Wie ich es vestehe bist du mitarbeiterin in dem reisebüro. Dieses ist bestimmt versichert und daher würde ich mich an einen fachanwalt wenden. diese forum kann keine rechtsgültigen aussagen treffen.

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