Frage von Meister 03.02.2012

Apulien, Basilikata oder Kalabrien

  • Hilfreichste Antwort von Roetli 03.02.2012
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ja, zum Baden ist es auf jeden Fall noch warm genug - und eine gute Zeit, denn dann gelten überall auch schon Neben- oder gar Nachsaison-Preise! So wie die Toscana dürft Ihr Euch aber alle drei genannten Provinzen nicht vorstellen - dort ist alles sehr viel authentischer, teilweise auch ärmer, manchmal bäuerlicher, auch viel 'leerer', aber auf jeden Fall - bis auf den Gargano vielleicht - nicht so touristisch! Bummeln durch alte Renaissance-Städtchen gibt es dort nicht - zu der Zeit war die Hoch-Zeit dieser Gegenden schon längst vorbei! Hier wimmelt es von Zeugnissen der Normannen, Langobarden und Staufer, der Griechen und Römer und manchmal gibts auch was ganz altertümliches zu sehen (die Höhle, wo der Altamura-Mann entdeckt wurde z.B.!)

    Apulien ist an sich ein guter Tipp - aber neben den von RomyO genannten Orten gibt es weiter südlich noch einige, die nicht ganz so touristisch sind wie der Gargano und trotzdem jede Menge Sehenswertes bieten - Lecce mit seiner wunderbaren Altstadt, die Kathedrale in Andria, das beschauliche Cerignola usw. usw. - aber, außer am Gargano und den winzigen Ausläufern des Apennin, so gut wie völlig flach!

    Ich als bekennender Basilikata-Fan rate Euch natürlich, dorthin zu fahren! Auch hier gibt es viel Geschichte, sehr hübsche alte Städtchen auf Berggipfeln (z.B. Acerenza) oder in Höhlen (Matera), gewundene schmale Straßen, sehenswerte uralte Kathedralen, allein 13 !!! Burgen (Melfi, Lagopesole etc.), herrliche Kellereien mit köstlichem Wein (mehrheitlich der tanninhaltige Aglianico, z.B. "Re Manfredi"!), eine wunderschöne Landschaft mit weitläufigen hügeligen Getreidefeldern, herrlichen Wäldern, karstigen Bergen, plüschige alte Thermalbäder - und relativ wenig Strandzugängen!

    Maratea wäre für letzteres hier ein guter Tipp (kann man auch gleich noch die große Christusfigur besichtigen, die nach dem Muster von Rio oben auf dem Berg über der Stadt steht), ein kleines Städtchen mit touristischer Infrastruktur, einer Art 'blauer Grotte' und wunderbaren Stränden!

    In der Basilikata gibt es eine Menge alter Handwerksbetriebe, in denen man auh gern mal zuschauen kann (Holzbearbeitung von einfachen Schneidbrettern bis zu Intarsienschnitzereien für Möbel, Papp-Maché-Werkstätten, die ganze Dioramen für Schaufenstergestaltungen wie auch Kreuzweg-Darstellungen in Kirchen liefern, Dudelsack-Hersteller, Schneidwerkzeuge, Kupferbearbeitung, Töpferwaren usw. usw.

    Die Basilikata ist jedoch Entdecker-Land! Hier zeigt sich kaum etwas zu offensichtlich, hier gibt es nichts "zum schnell Mitnehmen", aber 1000 und mehr überraschende Einsichten, Erfahrungen und ungewöhnliche Erlebnisse sind möglich! Im September gibt es auch in vielen Ortschaften Feste zu Ehren von Schutzpatronen, besonderen Speisen oder auch einfach Erntedankfeste - da ist man dann wirklich mittendrin "gusto per la vita" pur!

    Für einen ganz anderen Urlaub mit täglichen kleinen Überraschungen, leckerem Essen und wundervollem Wein und Badeurlaub zu Anfang und Ende das ideale Fleckchen!

  • Antwort von RomyO 03.02.2012
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo,

    ich kenne nur Apulien. Aber dort hat mir sehr gut die Gargano-Halbinsel gefallen.

    Dort findest Du eine Menge sehr hübscher Orte, wie z. B. Vieste, das sich wunderbar zum Flanieren eignet. Sehr schön ist auch Peschici oder der Wallfahrtsort Monte St. Angelo. Es gibt tolle Natur zum Wandern und herrliche Strände mit zum Teil kristallklarem Wasser. Manche kann man allerdings nur per Boot erreichen.

    Wir verbrachten damals auch ein paar Tage in der Trulli-Region, doch ich fand eigentlich nur diese ungewöhnlichen Rundhäuser in dieser Ecke Apuliens besonders beeindruckend...

    Unbedingt besuchen sollte man natürlich noch das berühmte Castel del Monte.

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