Frage von einfachdort, 66

Ankunftszeit am Flughafen

Welche Zeit empfiehlt sich zur Ankunft am Flughafen Hamburg, wenn ich:

  • alleine reise und zügig marschieren kann (auch zu den abgelegen Flugsteigen A40,A39,C05,C03,...)
  • innerdeutsch fliege
  • schon vorher abgefertigt bin ("online check-in")
  • kein Aufgabegepäck habe
  • so wenig Zeit wie möglich am Flughafen verschwenden möchte
  • und den Flug trotzdem schaffen möchte?

Als Gesellschaften kommen AirBerlin, Lufthansa und Germanwings in Frage.

Ich weiß, dass man spätestens zur Einsteigezeit am Flugsteig sein muss. Für die Sicherheitskontrollen und Wege bis zu A37-40 und durch die Abfertigungshallen braucht man auch eine gewisse Zeit (sind immerhin über 600 m). Lufthansa z.B schreib ja, dass Meldeschlusszeit zur Abfertigung ab HAM 30 Minuten vor Abflug ist. Darf ich also 30 Minuten vorher erst eintreffen oder wäre das schon zu spät?

Eininnerdeutscher Flug lohnt sich echt nur, wenn man keine Zeit verschwendet.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Wimelima, 56

Hallo, ich habe auch immer den Wunsch, mich möglichst kurz am Flughafen aufzuhalten. Frankfurt kenne ich, da kann man oft, v.a. zu Ferienbeginn auch mal locker 45 Minuten in der Security-Schlange stehen. Dürft in Hamburg kürzer sein, wenn es dann nicht Ferien oder Freitagabend oder Montagmorgen ist, würde ich da vielleicht 20 Minuten max. rechnen. Man könnte sich - wenn´s knapp ist - auch vorbeibetteln, aber das wird nicht gerne gesehen, weder von Personal noch den anderen Fluggästen, die vielleicht auch knapp dran sind. Mit Handgepäck und bereits eingecheckt, dürfte sich der restliche Zeitaufwand sehr begrenzen. Und wenn man nicht pünktlich zur Boardingzeit (steht schon auf der Bordkarte, das andere ist die Checkin-Deadline, die braucht Dich aber nicht zu interessieren, Du hast ja online eingecheckt) am Gate ist...ist zwar auch nicht gern gesehen, aber wen stört das, wenn ich innerhalb der Boarding-Zeit einsteige...

ALLERDINGS habe ich persönlich auch schon echt viele Nerven am Flughafen gelassen, WEIL ich knapp kalkuliert hatte, und mir jedesmal vorgenommen, lieber 15 Minuten früher da zu sein, ehrlich.

Also, ich würde sagen, minimal 45 Minuten, Komfortzone wäre eine Stunde, sicherheitshalber 1:15 Std.

Viel Spass.

Kommentar von Wimelima ,

Danke für den Stern!

Kommentar von einfachdort ,

Ich hab's übrigens ausprobiert:

Flug war am Freitag AB nach DuS um 19 Uhr 10. Einsteigezeit war 18 Uhr 40, so stand es auf meiner Passbook-Bordkarte, also ziemlich genau 30 Minuten vor Abflug.

Ich war um 18 Uhr 18 am Flughafenbahnhof Hamburg angekommen, etwa 50 min vor Abflug. Kurz, es war genau und sehr richtig. Durch die Sicherheit zum Flugsteig C07 dauert's ca. 3-5 Minuten. Am längsten war daran die Tatsache, dass die Leute ewig gebraucht haben zu überlegen, welchen Teil ihrer Bekleidung sie wie ausziehen, furchtbar. Anstehen war nicht, ging zügig, viele Spuren waren offen.

Außerdem: Ich habe mir am Check-In-Automaten noch schnell eine neue Bordkarte gezogen, auf der - oh Schreck! - ein neuer Sitz stand. Ich habs sogar noch zum Schalter geschafft, der mir trotz freundlicher, sofortiger Bedienung nicht helfen konnte. Am Ausgang dann die Auflösung: Neue Zuweisung der Plätze, weil die Maschine unterbucht war, also für die Größe zu wenig Leute. Naja soll vorkommen, 31 E statt 4 E.

Ich hab jetzt überlegt, 20 Minuten vorm Einsteigen (i.d.R. 50 Minuten vor Abflug) sollte man deswegen da sein, weil die Bahn Verspätung haben könnte, oder es doch mal - wie im Beispiel- anders kommen kann und 2. als man sich das denkt. Beim Flex-Flugschein ist das sicherlich was anderes...

Antwort
von Sannemann, 38

Ich würde mich auf sowas nie einlassen, so knapp wie möglich zu kalkulieren. Die Zeitersparnis wäre bei mir teuer mit einem Nervenleiden erkauft. ;-) Egal wie schnell das mit dem Check-in erledigt ist, ob man nur Handgepäck hat oder wie schnell man durch den Flughafen flitzen kann, die große Unbekannte, wie hier schon jemand schrieb, ist immer die Handgepäckkontrolle. Man sollte nie vergessen, eine Sicherheitsschleuse bedient meistens mehrere Gates, auf großen Flughafen können das ganz schön viele sein, und man weiß nie, was da außer dem eigenen Flieger gerade so abgeht. Ich bin vorige Woche nach Paris geflogen, von Hannover. Es war frühmorgens, nicht viel los. Ich war knapp da, war online eingecheckt, mußte nur einen Koffer "droppen" und bin dann gemütlich so kurz vor knapp zum Gate geschlendert. Und dann waren da plötzlich vor mir fünf Chinesen in der Schlange zur Handgepäckkontrolle, die alle kein Deutsch konnten. Daß sie den Gürtel abnehmen sollten, haben sie nicht verstanden und jeder hatte ein elektronisches Gerät dabei, das gesondert kontrolliert wurde. Jetzt war ich ja bereits eingecheckt und wäre sicher ausgerufen und dann vorgelassen worden, wenn das Boarding bereits begonnen hätte, aber mir ist trotzdem der Schweiß ausgebrochen. Und dann hatte ich es geschafft, war am Gate und höre schon von weitem die Ansage, daß an Bord unserer Maschine das Klo defekt ist und alle Passagiere aufgefordert werden, vorher nochmal am Flughafen zu gehen. Na, was da los war, vor allem vor dem Damenklo. Gewimmel wie in einem Ameisenhaufen. Ohne Quatsch. Gerade wenn man knapp kalkuliert passiert immer irgendwas Unvorhergesehenes!

Kommentar von einfachdort ,

Danke für Ihre Hilfe!

Aus Ihren Ausführungen ergeben sich für mich eine Frage:

  • Wird man vorgelassen, wenn man spät dran ist, bzw. darf man Schnellspuren (fastlanes) benutzen? Ich weiß, dass das in FRA bei Anschlussflügen geht.
Antwort
von Wumbaba, 32

Bei unbekannten flughäfen ist das echt schwierig zu optimieren. Als vielflieger kann man einfach die tatsächlichen zeiten die man braucht und typische verzögerungen ausprobieren und dann iterativ immer genauer auf kante nähen bis man das optimum bei vertretbarem risiko raus hat. Z.b. Als ich noch in Berlin lebte und zeitweise jeden morgen einen flug aus Tegel hatte (nur handgepäck ohne flüssigkeiten, boardkarte über automaten, online oder am business checkin) hat mein wecker 60 minuten vor abflug geklingelt, 15 minuten später sass ich zähnegeputz, rasiert angezogen und mit je einem wasser, keks und kaffee im bauch im taxi, 15 minuten später am checkin in Tegel und 3-5 minuten später durch die security direkt am gate (dort) mit noch genügend zeit die zeitung aufzuschlagen. Hard-stop ist immer 10 minuten vor abflug (zumindest bei Lufthansa), da sie dann spätestens das gate schliessen. Aus dem stand würde ich aber niemandem ein so knappes timing empfehlen ohne sich dem durch regelmässige kleine optimierungsschritte selber anzunähern. An unbekannten flughäfen innerdeutsch oder inner-schengen (ich fliege seit ein paar jahren immer ab/bis zürich) reicht es für mich wenn ich 60 minuten vor abflug wirklich am checkin bin.

Kommentar von einfachdort ,

Da Sie Vielflieger zu sein scheinen, hätte ich auf Ihren hilfreichen Beitrag einige Anschlussfragen. Tegel ist etwas anders als HAM, weil dort die Sicherheitskontrollen meist direkt vor dem Flugsteig sind. Diese Lösung ist zwar genial, bringt mir in Hamburg aber nichts. Von der zentralen Sicherheit bis zu A40 sind es ca. 450 m!

  • Wann beginnt das Einsteigen/boarding innerdeutsch i.d. Regel? Immer, wenn ich geflogen bin, war es nach der Zeit, die auf der Bordkarte vermerkt war.
  • Das Einsteigen dauert für gewöhnlich eine Weile. Wann rufen die einen persönlich aus ("Letzter Aufruf für den Fluggast Herrn Müller(...)")?
  • Wie lange Zeit hat man dann noch, wann ist wirklich Schluss?

Anmerkung: Ich möchte das nicht persönlich ausprobieren, sondern denke, dass der Vorschlag, sich langsam an eine effektive Zeit heranzutasten, von Vorteil ist. Sonst würde ich's einfach machen und keine Fragen ins Internet stellen.

Das Ding ist einfach das: Meldeschluss ist laut LH in HAM 30 Minuten vor Abflug. Sagen wir, ich gebe Gepäck auf und bin 40 Minuten vorher am Flughafen, 32 Minuten vorher am Schalter. Theoretisch, ohne Internet-Check-In, wüsste ich die Einsteigezeit bis jetzt noch gar nicht und es wäre doch auch nicht meine Schuld, wenn ich den Flieger dann verpassen würde.Vorausgesetzt ich gehe zügig zu A40 oder zu welchem Ausgang auch immer. Nur eine theoretische Überlegung.

Kommentar von Wumbaba ,
  • wann das einsteigen beginnt ist mir eigentlich egal weil genügend leute vor mir da sind. Wann es endet muss ich wissen um die zeit zu optimieren. Die anderen leute können wegen mir schon eine stunde vorher im flugzeug sitzen und warten. Etwas anderes ist es wenn ich im winter einen IATA bordcase trolly in die gepäckablagen bringen will, da muss ich vorne in der schlange sein damit der noch platz findet.
  • Ausgerufen wird man nur wenn man auch gepäck eingecheckt hat. Das ausrufen dient nur dazu zu vermeiden die koffer wieder rauszuholen damit sie damit nicht etwa bomben ins flugzeug bringen ohne selbst mitzufliegen. Oder eventuelle standby passagiere aufrücken zu lassen wenn sie welche haben man nicht rechtzeitig auftaucht. Ohne eingecheckte koffer fliegen die erfahrungsgemäss wortlos ab wenn man zu spät kommt.
  • ich glaube das hängt von fluggesellschaft, flughafen und parkposition ab (outfield geparkte flugzeuge mit bus haben längere zeiten als fluggerät am finger vom terminal). Aber allerspätestens 10 minuten vor abflug wird meiner erfahrung nach das gate geschlossen. Darauf würde ich es aber nicht ankommen lassen und spätestens 20 minuten vorher am gate sein (es sei denn ich kenn die gepflogenheiten an dem flughafen, beid er fluglinie und dem gate). Ausnahme: handgepäck und ecoflex- oder businessclass ticket auf einer strecke die im s-bahn takt bedient wird, wie z.b. FRA-TXL am nachmittag. Da steigt man einfach in das nächste flugzeug was platz hat wenn man eins verpasst. So ein ticket haben die meisten auf einer urlaubsreise aber nicht, deswegen: don't try this at home.
Antwort
von Revolera, 31

Zurück rechnen ist da immer am Einfachsten: du musst eine halbe Stunde vor Abflugzeit am Gate sein, weil dann das boarding beginnt. Dann musst du lange Wege rechnen, da du gut zu Fuss bist kann man da 10 Minuten veranschlagen (ich kenne den Flugplatz Hamburg nicht, brauche aber z. B. in Madrid auch 10 Minuten, obwohl 20 Minuten angeschrieben sind. Und das ohne rennen). Ok, sagen wir sicherheitshalber 15 Minuten. Und jetzt kommt die grosse Unbekannte - Security. Mir ist es kürzlich passiert dass bei einem Passagier etwas nicht stimmte, die Polizei wurde aktiv und Securitiy für mindestens 10. Minuten eingestellt. Das kann unangenehm werden.

Fazit: Weniger wie 1 Stunde vor Abflug möchte ich ungern am Flughafen sein, ein Flieger ist schnell mal weg. Lieber noch einen friedlichen Kaffee. Wir wohnen 25 km vom Flughafen, bei unserem Ferienhaus 40km. Wir haben die Faustregel Abfahrt zu Hause mit dem Auto zwei Stunden vor Abflug. Das hält auch noch einen Stau aus (gilt natürlich nicht für Langstrecke!).

Kommentar von einfachdort ,

Danke für Ihre Hilfe!

  • Haben Sie schon einmal die Erfahrung gemacht, zu spät am Flughafen gewesen zu sein, bzw. aus so genannten selbst verschuldeten Gründen Ihren Flug verpasst?
Antwort
von ManiH, 22

Wir sind meist 1 1/2 bis 2 Std früher am Flughafen und genießen es dann uns auf den Urlaub einzustimmen, je nach Tageszeit mit Kaffee und Frühstück, oder einem kleinen Snack mit Champagner. Meine Frau schaut in Ruhe im Dutyfreeshop vorbei oder schaut nach dem allerneusten Lesestoff, da vergeht die Zeig, wie im Fluge..

Bei nicht privaten Flügen, sieht das bei dem Ein oder Anderen vielleicht anders aus, aber wie daniG schon geschrieben hat, schließen Fluggesellschaften unterschiedlich.

Wir haben aber auch schon erlebt, dass wir bei der Sicherheitskontrolle endlos lange (mind. 30 Min) anstanden und es dann zum Gate sehr knapp wurde.

Es ist von Vorteil erheblich mehr Zeit vor dem Flug einzuplanen, sollte es z.B auf der Autobahn zum Flughafen Ffm einen Unfall und/oder Stau geben, was nicht gerade selten vorkommt.

Kommentar von Zinni ,

Eine gute Antwort, und das "kleinen Snack mit Champagner" gefällt mir am Besten :-)

Während andere zu McDonald's rennen...

Kommentar von einfachdort ,

Danke für Ihre Antwort!

Allerdings möchte ich eben nicht einen Urlaub vorbeireiten und den schönen Flughafen genießen, sondern innerdeutsch zügig vorankommen. Diese Zeiten gab's und gibt's natürlich auch für mich, ich fahre sehr gerne als Besucher/ Abholer/ Bringer zum Verweilen hin. Weil ich aber 1,5-2 Stunden Anreisezeit bis HAM einplanen muss, lohnt sich ein Flug innerdeutsch für mich bei wenig Zeiteffizienz weder zeitlich noch finanziell:

2 Stunden Anreise, 1,5-2 Stunden auf dem Flughafen warten, 1 Stunde Flug, 1 Stunde vom Zielflughafen nach Hause = 5,5-6 Stunden (ohne Verspätung)

Zum Vergleich: Von meinem Wohnort sind's bis Frankfurt 497 km oder 5,5 Stunden mit dem Auto (ohne Stau) oder 6 Stunden mit dem Zug (ohne Verspätung).

Mit dem Zug fahre ich z.B. am 17.Januar für 81,75€/ flexibel für 96€, das Auto käme bei Berücksichtigung aller Kosten, mit Wertverlust, Verschleiß, Sprit usw. auf ca. 0,33€/km = 164,01€ (nur Sprit: 57,36€) und der Flieger kostet: 152€ (ECO SAVER LH) oder flexibel 496€ (ECO FLEX LH) zzgl. jeweils Fahrt vom und zum Flughafen (ca. + 20€).

Sie sehen: Ein innerdeutscher Flug ist teuer und leider für mich wenig sinnvoll, selbst wenn ich 4 Wochen vorher buche. Da sollte er sich wenigstens zeitlich lohnen.

Antwort
von daniG, 22

Noch eine Sache. Frag die Fluggesellschaft, bis wann der check in offen hat. Emirates schließt zum Beispiel eine Stunde vor Abflug.

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